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100 Jahre Republik

ORF

100 Jahre Republik

1918: Zeitzeugnisse zur Geburt der Republik

Das wichtige Gedenkjahr 2018 bedeutet für das ORF-Fernseh-Publikum nicht nur, historische Zusammenhänge zu begreifen und 100 Jahre danach die Republiks-Gründung im Spiegel des Traumas des Zerfalls des Vielvölker-Staates zu reflektieren, sondern ganz unmittelbar Emotionen, Stimmen, Berichterstattung aus den Tagen des Novembers 1918 zu erleben. Mit diesem Anspruch bringt der ORF das nächste Kapitel der Kurz-Spots ins Programm, die Original-Zitate aus den Tagen rund um den 12. November 1918 bringen, gelesen von jungen Schauspiel-SchülerInnen. So wird Geschichte über persönliche Betroffenheit nachvollziehbar.

Originalzitate von Zeitzeugen und Zeitungen

28 ORF-Kurzspots präsentieren Original-Zitate aus den Tagen rund um den 12. November 1918 in Ausschnitten aus Tagebüchern, Briefen und Zeitungen. Hier gibt es die Kurzspots zum Nachsehen.
12. November 1918: Erinnerungen von Albert Lang - Chauffeur, Baden, Niederösterreich
Es gibt schon noch Leute, welche dem Kaiser nachweinen, der angeblich nicht gerne abdanken wollte, aber die Mehrzahl der Bevölkerung – ich ja auch – ist der Meinung, dass man in der Republik freier und besser leben kann.

Quelle: Eigner, Peter und Müller, Günter (Hg.): Hungern – Hamstern – Heimkehren. Erinnerungen an die Jahre 1918 bis 1921. Wien-Köln-Weimar: Böhlau, 2017, S. 149.
11. November 1918: Tagebuch von Ferdinand Ebner - Lehrer und Philosoph, Gablitz, Niederösterreich
Der organisierte Massenmord, der Krieg ist aus und jetzt haben wir es nur mehr mit seinem Wurmfortsatz zu tun, mit der Sackgasse der inneren Revolutionen. Denn die sind vielleicht tatsächlich eine Sackgasse, in die nun die europäische Menschheit hineinrennt. Wird sie der durch den Krieg entbundenen Mächte des Chaos und des Untergangs Herr werden?

Quelle: Ebner, Ferdinand: Tagebuch 1918. Hg. v. Markus Flatscher und Richard Hörmann. Wien: LIT, 2014, S. 206.
10. November 1918: Tagebuch von Albin Schmid - Landwirt, Lustenau, Vorarlberg
Jeder einigermaßen rechtlich denkende Mann muss jene verachten, die die Ursache des Krieges heraufbeschworen haben, uns durch viereinhalb Jahre unter der Knute hielten und einen Großteil zur Schlachtbank führten, Tausende zu Krüppel machten, Hunderttausende Existenzen vernichteten, fast das ganze Volk an den Bettelstab gebracht (haben).

Quelle: Albin Schmid, Tagebuch, 1. November 1918, Stadtarchiv Lustenau.
9. November 1918: Tagebuch von Elsa L. - Hausfrau, Wien
Ganz finster der Tag; so ein Nebel. Für uns Deutsche scheint überhaupt so eine düstere Zeit zu kommen. In Deutschland soll Revolution herrschen! Die Tschechen und Slowaken nehmen immer mehr Land den Ungarn weg. … Unser Hans kam wieder nicht. Wird er gefangen sein? Traurige, hässliche Zeiten!

Quelle: Elsa L., Tagebuch, 9. November 1918, Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien, NL 241.
8. November 1918: Brief von Erwin von Köppel - Offizier, Wiener Neustadt, Niederösterreich
Die Fahrt nach Wien wird ab Neustadt so richtig wüst. Die Züge sind voll mit Militär und Hamsterern auf allen Dächern. Mit Revolvern und Bajonetten wird gedroht, die Fäuste fliegen nur so durcheinander. Die Strecke schaut aus wie ein Fetzenmarkt. Alles liegt am Bahndamm kunterbunt durcheinander, von Fußfetzen bis zum zerdroschenen Flugzeug.

Quelle: Erwin von Köppel, Nachlass, Landesarchiv Steiermark.
7. November 1918: Tagebuch von Paula Seidl - Hausfrau, Schönberg / Šumperk, Mähren
Nun erlaubt auch noch Tschechien keine Lebensmittel nach Wien, die ganze Milch, Butter, die aus Mähren kommen, dürfen nicht hin, sodass Wien in ein paar Tagen vor einer entsetzlichen Hungersnot steht. Dann kennt sich das Volk nicht mehr. Auch jetzt schon sind die Leute halb verrückt und eine brennende Fackel genügt, um alles brennend zu machen.

Quelle: Paula Seidl, Tagebuch, 4. November 1918, Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien, NL 95.
6. November 1918: Erinnerungen von Gottlieb Pomberger - Soldat, Doboj, Bosnien-Herzegowina
Der Leutnant gestand uns, dass der Ausbruch einer Revolution fast unvermeidlich und das Kriegsende vor der Türe sei. Diese Mitteilung löste ein nicht zu beschreibendes Hurrageschrei aus. Die Bosniaken in ihren nebenan liegenden Baracken warfen die Waffen auf die Straße und riefen dem Lager ein Lebewohl zu, ehe sie sich restlos entfernten.

Quelle: Eigner, Peter und Müller, Günter (Hg.): Hungern – Hamstern – Heimkehren. Erinnerungen an die Jahre 1918 bis 1921. Wien-Köln-Weimar: Böhlau, 2017, S. 42.
5. November 1918: Erinnerungen von Berta Pflanzl - Hausfrau, Salzburg
Überall Aufregung, überall Sorgen. Große Versammlung in der Stadt, alles schaut so gefährlich aus! In Freilassing baut das deutsche Militär Schützengräben und Unterstände für Maschinengewehre und Kanonen. Alle Häuser sind voll von Militär und in Freilassing flüchten alle Einwohner mit Sack und Pack.

Quelle: Pflanzl, Berta: Vom Dienstmädchen zur gnädigen Frau. Wien-Köln-Weimar: Böhlau, 2009; S. 195.
4. November 1918: Tagebuch von Therese Lindenberg - Musikerin und Schriftstellerin, Wien
Oh schmählicher Krieg, oh schmähliches Ende! Entsetzen ohnegleichen, das dieser Krieg über die Menschen gebracht! Auch wir Frauen! Raffen wir uns doch auf und lehren unsere Kinder das Recht auf Menschlichkeit, das Recht, ein Mensch den andern zu achten ohne Unterschied der Nation und der Konfession!

Quelle: Therese Lindenberg, Tagebuch, 4. November 1918, Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien, NL 3.
3. November 1918: Tagebuch von Miklós Kozma - Rittmeister, Ungarn
„In Budapest ist Revolution“, geht es von Mund zu Mund. „Revolution!“ Dieses Wort übertönt alles. Die Menschen haben erregte Gesichter. Der Krieg ist zu Ende! Wir haben uns von Österreich losgelöst! Einzelne freuen sich derart, als seien wir nun über alles Schlimme hinweg.

Quelle: Kozma, Miklós von: Mackensens ungarische Husaren. Tagebuch eines Frontoffiziers 1914-1918. Aus dem Ungarischen übertragen von Mirza v. Schüching. Berlin-Wien: Verlag für Kulturpolitik, 1933, S. 457.
2. November 1918: Tagebuch von Augusta Carolina Schanda - Hausfrau, Enns, Oberösterreich
Kriegsende! Wirrnisse überall. Das Volk will nicht mehr! Verrat an den Fronten – es wird „Repuplik“ ausgerufen. Alles eilt am kürzesten Weg zurück in die Heimat. Eines Nachts wecken uns Schüsse aus dem Schlaf. Die Ungarn hatten beim Passieren der Grenze aus dem Zug geschossen. Es wird von Kriegsvorräten viel geraubt und geplündert.

Quelle: Augusta Carolina Schanda, Tagebuch, November 1918, Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien, NL 97.
1. November 1918: Erinnerungen von Janina Chomówna - Polin, Lemberg / Lwiw, Galizien
Für eine gewisse Zeit wirkte es, als hätte jeder im Haus seine Sprache verloren. Wir gingen kurz in die Łyczakowska-Straße. Als wir die ukrainische Fahne auf dem Rathaus erblickten, durchdrang uns bis ins Mark ein unvorstellbares Schockgefühl. Das ist unmöglich. Lemberg ist unser und muss unser sein!

Quelle: Mick, Christoph: Lemberg, Lwów, L’viv, 1914-1947: Violence and Ethnicity in a Contested City. West Lafayette: Purdue University Press, 2016, S. 144-145
31. Oktober 1918: Grazer Mittagszeitung - Graz, Steiermark
Das Land steht vor schwerster Gefahr. Nach mehr als vier Jahren härtester Entbehrungen droht uns das Schlimmste, die Hungersnot. Nur für kurze Zeit noch sind Brot und Mehl gesichert, Kartoffeln fehlen fast ganz. Landwirte! Helft mit allem was ihr noch habt, gebt uns was ihr geben könnt.

Quelle: Grazer Mittagszeitung, 31. Oktober 1918, S. 1.
30. Oktober 1918: Bogdan Medaković - Präsident des Kroatischen Landtages, Agram / Zagreb, Kroatien
Innerhalb dieser (Monarchie) haben wir nur dahinvegetiert, unter diesem Joch haben wir gestöhnt, aber wir konnten das Haupt nicht heben, wir konnten uns nicht frei entwickeln. Und jetzt werden die Ketten gesprengt, die das nationale Leben eingeschränkt haben, und die Grenzen, die uns teilten, werden wir selbst zerschlagen.

Quelle: Suppan, Arnold: „Und jetzt werden die Ketten gesprengt!“. Umsturz und Neuordnung im südöstlichen Mitteleuropa 1917/20. In: Heppner, Harald und Staudinger, Eduard (Hg.): Region und Umbruch 1918. Zur Geschichte alternativer Ordnungsversuche. Frankfurt am Main-Berlin-Bern: Peter Lang, 2001, S. 38.
29. Oktober 1918: Erinnerungen von Georg Gallmetzer - Soldat, Tirol
(Es) ist ein Verbot gekommen, Post zu bekommen. Auch keine Zeitungen dürfen der Mannschaft mehr ausgefolgt werden. Alle Zeitungen werden verbrannt. Nun, höher geht’s nimmer! Wir sind die reinsten Sklaven. Es muß im Hinterland gewaltig gären.

Quelle: Feichtinger, Josef: Kämpfen für das Heiligste. Tiroler Stimmen zum Ersten Weltkrieg. Mit einem Vorwort von Oswald Überegger und einem Audio-Feature unter der Regie von Luis Benedikter. Bozen: Raetia, 2013, S. 351.
28. Oktober 1918: Erinnerungen von Marianna Fragnerová - Schülerin, Kolín, Böhmen
Am 28. Oktober frühmorgens liefen wir alle aus dem Haus, um zu sehen, wie die Mühlenarbeiter die Mühle erklommen und die böhmische weiß-rote Fahne hinaushingen. Wir schauten zu, wie sie sich ausrollte – die Familie, der Müllermeister und die Müllersburschen – mit den Kappen in der Hand.

Quelle: Losová, Jana (Hg.): Kindheit in Böhmen und Mähren. Wien-Köln-Weimar: Böhlau, 1996, S. 179.
27. Oktober 1918: Tagebuch von Matthias Ladurner-Parthanes - Soldat, Südwestfront, Tirol
Ob es wirklich den Leuten mit diesen Friedensnoten, Vorschlägen, Besprechungen und Angeboten einmal ernst wird? Es wäre wahrhaftig nimmer zu früh! Merkwürdig ist, daß alle Leute hier in der Stellung fest überzeugt sind, daß das Kriegsende nicht mehr fern ist.

Quelle: Ladurner-Parthanes, Matthias: Kriegstagebuch eines Kaiserjägers. Bozen: Athesia, 1996, S. 200.
26. Oktober 1918: Tagebuch von Richard Ruffingshofer - Schüler, Klosterneuburg, Niederösterreich
Liebes Tagebuch, etwas Schreckliches ist geschehen. Das Fett, das Tante Mizzi uns geschickt hatte, ist dem Soldaten auf der Gasse weggenommen worden. Es waren 1 ½ Kilogramm und wir haben gar nichts davon. Er hat gesagt, dass die Gendarmen alles durchsucht haben! Die Mutti ist ganz gebrochen.

Quelle: Richard Ruffingshofer, Tagebuch, 26. Oktober 1918, Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen. Zit. nach: Walterskirchen, Gudula: Mein Vaterland zertrümmert. 1918 – Kriegsende und Neuanfang in Briefen, Tagebüchern und Erinnerungen: Salzburg / Wien: Residenz Verlag 2018, S. 86.
25. Oktober 1918: Brief von Sigmund Freud - Psychoanalytiker, Wien
Die Zeiten sind entsetzlich spannend. Es ist gut, daß das Alte stirbt, aber das Neue ist noch nicht da. Wir warten auf eine Nachricht aus Berlin, die den Anfang dieses Neuen verkünden soll. Ich weine übrigens weder dem Österreich noch dem Deutschland eine Träne nach.

Quelle: Freud, Sigmund: Sigmund Freud / Max Eitingon. Briefwechsel 1906-1939. Hg. v. Michael Schröter. Tübingen: edition diskord 2004, S. 140.
24. Oktober 1918: Tagebuch von Josefine Stegbauer - Lehrerin, Wien
In Wien jagen sich Flüsternachrichten ärgsten Kalibers und werden dann von den Tatsachen noch übertroffen. Papa und Mama gehen nicht aus. Ich gehe täglich nach der Schule in die Stadt, um Neues zu sehen und zu hören. Alle Minen sind düster. Jeder bangt vor dem „Morgen“. Das ist das Ende des ungeheuren Opfers von 4 Jahren!

Quelle: Josefine Stegbauer, Tagebuch, 24. Oktober 1918, Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien, NL 104.
23. Oktober 1918: Tagebuch von Josef Brauner - Stadtsekretär, Grulich / Králiký, Böhmen
Die allernächsten Tage werden uns die Botschaft künden: Waffenstillstand oder Krieg, Ende des ungeheuren Leidens oder Kampf bis zum Tode. Das sind Stunden, wo alles andere vor der Macht des Augenblicks in Nichts versinkt. Auf Menschenalter hinaus wird das Schicksal Österreichs und der Deutschen in Österreich bestimmt werden.

Quelle: Brauner, Josef: Erster-Weltkriegs-Tagebuch aus der böhmischen Provinz. Aufschreibungen aus Grulich der Kriegsjahre 1914 bis 1918 und danach 1919 bis 1921. Hg. v. Dieter Benatzky. Leipzig: Engelsdorfer Verlag, 2016, S. 121.
22. Oktober 1918: Tagebuch von Paula Seidl - Hausfrau, Schönberg / Šumperk, Mähren
Die Aussicht auf baldigen Frieden ist doch herrlich, dass wieder eine Zeit kommt, wo kein Blutvergießen sein wird, nicht täglich so viele Leute geopfert werden. Ja, dass man wieder ein freier Mensch wird, essen kann, so viel man will, nicht nur vom Essen sprechen muss, ja, das wird wohl herrlich sein und jeder wird aufatmen.

Quelle: Paula Seidl, Tagebuch, 19. Oktober 1918, Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien, NL 95.
21. Oktober 1918: Brief von Alois von Schönburg-Hartenstein - General der Kavallerie, Wien
Wer jetzt noch existieren will, muß in allen seinen Begriffen umlernen.. Daß die Neuaufrichtung auf vollkommen demokratischer Grundlage geschehen soll, würde uns heutzutage zwar nicht überraschen, aber leicht zu verdauen ist das nicht.

Quelle: Haider, Edgard: Wien 1918. Agonie der Kaiserstadt. Wien-Köln-Weimar: Böhlau, 2018, S. 324.
20. Oktober 1918: Böhmerwald Volksbote - Krumau / Český Krumlov, Böhmen
In den vier Jahren des Krieges hat die Macht der Staaten eine bedeutende Wandlung erfahren. Deutschland ist auf dem Weg zur Demokratie, die Völker Österreichs streben nach Selbstbestimmung und werden sie auch erreichen. Die Völker sprengen die Tore, die ihnen so lange verschlossen waren, sie treten ihre Rechte an, sie bestimmen selbst über ihr Sein und ihre Zukunft.

Quelle: Böhmerwald Volksbote. Sozialdemokratisches Organ für Südböhmen, S. 1-2.
19. Oktober 1918: Tagebuch von Paula Seidl - Hausfrau, Schönberg / Šumperk, Mähren
Nebst den Kriegsopfern fordert auch noch die spanische Grippe, die überall auftritt, viele Tote. In Zautke sind 1/3 der Arbeiter erkrankt, hier in Schönberg über 4000 Leute, also auch ein Drittel und schon viele Todesfälle, meist an Lungenentzündung. Tanta Finys Stubenmädchen starb auch daran. Ich hatte es, glaube ich, schleichend ohne Fieber.

Quelle: Paula Seidl, Tagebuch, 19. Oktober 1918, Sammlung Frauennachlässe am Institut für Geschichte der Universität Wien, NL 95.
18. Oktober 1918: Tagebuch von Franz Brandl - Polizeirat, Wien
In den Straßen ist es unruhig. Gruppen bilden sich, die das Fortdauern des Schießens an der Front bekritteln. ‚Aufhören! Es hat doch keinen Sinn mehr!‘ In den Wirtshäusern dasselbe Murren. Generalstreikgerüchte.

Quelle: Haider, Edgard: Wien 1918. Agonie der Kaiserstadt. Wien-Köln-Weimar: Böhlau, 2018, S. 324.
17. Oktober: Erinnerungen von Julius Andrassy - Letzter Außenminister der k.u.k. Monarchie, Ungarn
In Bern erreichte mich die Kunde, der Kaiser habe ein Manifest erlassen, in dem er die Föderalisierung Österreichs anordne. Diese Nachricht wirkte auf uns wie eine Bombe. Wir, die wir gestern noch an einem Karren gezogen hatten, trennten uns heute voneinander, und jeden beschäftigte nur mehr der Gedanke, wo er für seinen Staat und sein Volk einen sicheren Hafen finden würde.

Quelle: Andrassy, Graf Julius: Diplomatie und Weltkrieg. Berlin-Wien: Ullstein, 1920, S. 278-280.
16. Oktober: Tagebuch von Arthur Schnitzler - Schriftsteller, Wien
Auflehnung in Deutschland – wird es doch zu dem ‚Freiheitskrieg‘ kommen, den ich vorhersagte? – Zustände in Böhmen. Die Republik so gut wie proclamirt. – Anzeichen des Bolschiwikismus. – Und hier? – Im November soll es mit dem Getreide vorbei sein. Schurkerei der Bauern. Machtlosigkeit der Regierung.

Quelle: Schnitzler, Arthur: Tagebuch 1917-1919. Wien: Verlag der Akademie der Wissenschaften, 1985, S. 189.
"ORF-TVthek goes school„-Videoarchiv “Die Geschichte der Ersten Republik"
Mit dem eigens zusammengestellten Videoarchiv „Die Geschichte der Ersten Republik“ widmet sich auch die ORF-TVthek dem heurigen Gedenkjahr. Inhaltlich erinnern Beiträge und Dokumentationen u.a. an zentrale Ereignisse wie etwa den Februarkämpfen 1934 oder dem Justizpalastbrand, aber auch an historische Persönlichkeiten wie Engelbert Dollfuß und Ernst Rüdiger Starhemberg.
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