
ORF/Infineon
Werbung
Frauen-Förderpreis
Frauen-Förderpreis für Digitalisierung und Innovation vergeben
Am Donnerstag, dem 5. März 2026, wurden am ORF-Mediencampus in Wien erneut Studien-Absolventinnen aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) für herausragende Leistungen in Technologie, Digitalisierung und Innovation ausgezeichnet.

Foto: ORF
Den ersten, mit EUR 10.000,- dotierten Preis erhielt Dipl. Ing. in Lena Parigger, BSc.
Im Rahmen ihrer Dissertation (Bereich Molekulare Biowissenschaften) hat sie eine Datenbank entwickelt, die bei der Medikamentenforschung hilft, schon frühzeitig potenzielle Nebenwirkungen zu erkennen oder die Wirkung bereits zugelassener Arzneimittel für neue Anwendungen leichter zu identifizieren (Drug Repositioning). Mittels hochsensibler „Fingerabdrücke“ von Wirkstoff-Anknüpfungspunkten in Viren, Bakterien und im Menschen können schon am Computer entsprechende Vorhersagen getroffen und damit teure Fehlschläge in späten Entwicklungsphasen vermieden werden.
Den zweiten Platz (EUR 5.000,-) belegte Dipl.-Ing.in Dr.in Eveline Kuhnert, BSc.
In ihrer Dissertation (Bereich Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik) geht es um die Direktkopplung erneuerbarer Energiequellen mit PEM-Wasserelektrolysezellen zur Produktion von grünem Wasserstoff. Dazu wurde ein neues Monitoring-Verfahren entwickelt, das als digitales Frühwarnsystem für Alterungsprozesse dieser Zellen dient. Das Verfahren erlaubt die präzise Überwachung und Analyse der Zellalterung, womit Abbauprozesse früh erkannt und begrenzt werden können. Damit wird eine Steigerung von Effizienz, Lebensdauer und Umweltverträglichkeit dieser nachhaltigen Energietechnologie ermöglicht.
Platz drei (EUR 2.000,-) erreichte Dipl.-Ing.in Dr.in Michaela Roschger, BSc.
Im Rahmen ihrer Dissertation (Bereich Verfahrenstechnik) wurde eine Brennstoffzelle optimiert, die Ethanol in Strom umwandelt. Ihre Komponenten (Strömungsfelder, Elektroden) wurden verbessert und die Verwendung biobasierter Membranen untersucht, um die Zelle effizienter und stabiler zu gestalten. So wurde eine nachhaltige und kostengünstige Alternative für umweltfreundliche Energieerzeugung auf Basis von Brennstoffzellentechnologie entwickelt.
Den Sonderpreis „Tech for Green“ für die besondere Berücksichtigung von Aspekten der Nachhaltigkeit (EUR 2.000,-) erhielt Sabine Hallamasek, PhD, MEng, MA Hons (Cantab.)
In ihrer Dissertation (Bereich Chemie-Ingenieurwesen) geht es darum, die Vorhersagen von Lebenszyklusanalysen (LCA) zur Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit industrieller Prozesse schon in frühen Planungsphasen zu verbessern. Dazu wurde ein Modell erstellt, das in frühen Entwicklungsphasen häufig noch vorhandene Datenlücken kompensiert, indem es auf bereits bestehende Betriebsaufzeichnungen anderer Prozesse zurückgreift und diese mittels Machine Learning für Prognosen über das geplante neue Verfahren nutzt.
Dipl. Ing. in Lena Parigger, BSc.: "Der MINT-Bereich gilt nach wie vor als Männerdomäne. Der ‚Frauen-Förderpreis für Digitalisierung und Innovation‘ zeigt, dass Frauen längst dabei sind, diesen Sektor mit ihren Ideen und Talenten zu erobern. Und er macht weiteren Mädchen und Frauen Lust darauf, sich hier aktiv einzubringen, zu forschen und zu entwickeln. Allein die Chance, vor den Vorhang zu treten und meine Arbeit der breiten Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen, ist wunderbar. Dafür ausgezeichnet zu werden, ist überwältigend."

Foto: ORF
V. l. n. r.: Ute Pichler, Harald Kräuter, Sabine Herlitschka
„Dieser Rekord bei den Einreichungen ist ein starkes Signal“, sagte Dr. Harald Kräuter, ORF-Direktor für Technik und Digitalisierung. „Er zeigt, dass immer mehr Frauen in Österreich technische Spitzenforschung betreiben und die digitale Zukunft gestalten, mit Vielfalt, Innovation und Originalität. Dieser Preis ist so wichtig, um diesen Expertinnen eine Bühne zu bieten und sie sichtbar zu machen, sie zu fördern und zu stärken. Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass mehr Frauen in technische Berufe gehen. Ich gratuliere den Preisträgerinnen von Herzen.“
Dipl.-Ing.in Dr.in Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria: „Die Sichtbarkeit von Frauen in Wissenschaft, Forschung und Industrie ist keine Frage einzelner Aktionstage, sondern eine dauerhafte Verantwortung. Der ,Frauen-Förderpreis‘ zeigt, welches exzellente Know-how und welche Innovationskraft in Österreich stecken. Die ausgezeichneten Projekte stehen für Qualität, technologischen Tiefgang und Verantwortung - Kompetenzen, die wir für eine erfolgreiche digitale und industrielle Zukunft dringend brauchen.“
Abschlussveranstaltung und Preisverleihung
Mehr als 100 Teilnehmerinnen reichten ihre wissenschaftlichen Abschlussarbeiten - von der Bachelor- über die Masterarbeit bis zur Dissertation - in den Themenbereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, Technik und Naturwissenschaften, Mediensysteme sowie Creative Technologies ein. Ein Fachbeirat aus externen und internen Expertinnen und Experten bewertete die Arbeiten nach strengen Kriterien; die ermittelten Finalistinnen präsentierten ihre Projekte anschließend einer neunköpfigen Jury.
Die Mitglieder der Jury aus Expertinnen und Experten

Foto: ORF
Die Jury v. l. n. r.: Manuela Lindlbauer, MBA (Unternehmerin), Mag.a Ulrike Haslauer (Geschäftsführung compact electric GmbH), Dr. Martin Hagleitner (CEO Austria Email AG und Groupe Atlantic Konzernleitung DACH Region), Dipl.-Ing.in Dr.in Sabine Herlitschka, MBA (Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG), Dr. Harald Kräuter (ORF-Direktor für Technik und Digitalisierung), Mag.a Silvia Angelo (Vorständin ÖBB Infrastruktur AG), Mag.a Alexandra Wachschütz (Director Communications Infineon Technologies Austria AG), Dipl.-lng.in Dr.in Helene Waldl (Erstplatzierte des 2024 vergebenen Frauen-Förderpreises), Mag.a Patricia Neumann (CEO Siemens AG Österreich) .
Über den „Frauen-Förderpreis für Digitalisierung und Innovation“
Der zum dritten Mal von Infineon Austria und ORF ausgeschriebene Preis setzt sich zum Ziel, junge weibliche Talente zu motivieren, sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit technischen Fragen rund um Digitalisierung und Innovation zu beschäftigen, ihren Einstieg in technische Berufe zu fördern und insgesamt mehr junge Frauen für Technik zu begeistern.



