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Gartentalk: Wie man Sommerblumen überwintert
„Guten Morgen Österreich“ am 25. September 2026
Montag bis Freitag, 6.30 - 9.00 Uhr in ORF 2
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Wenn es im Oktober langsam kühler wird, ist es Zeit, Sommerblumen auf den Winter vorzubereiten. Wer wenig Platz für große Kübelpflanzen hat, muss sich aber nicht unbedingt von ihnen verabschieden: Mit Stecklingen oder durch Teilen lassen sich viele Pflanzen vermehren und im nächsten Frühjahr wieder auspflanzen.
Reinhard Kittenberger empfiehlt, rechtzeitig vor den ersten Frösten Stecklinge zu schneiden. Bei Pelargonien etwa werden Blüten und die unteren Blätter entfernt. Die Stecklinge können anschließend in kleine Töpfe oder eine Kiste mit nährstoffarmer Erde gesetzt werden. Bis Ende Oktober oder Mitte November bilden sie noch Wurzeln. Danach überwintern sie an einem kühlen Ort.

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Stecklinge können in kleinen Töpfe oder einer Kiste mit nährstoffarmer Erde überwintern.
„Eine kleine Pflanze lässt sich leichter überwintern als eine große“, so Kittenberger. Im März können die bewurzelten Stecklinge in größere Töpfe gesetzt werden. Am Fensterbrett wachsen sie weiter, bevor sie im Mai wieder ins Freie kommen.
Natürliche Hilfe beim Bewurzeln
Für das Anwurzeln von Stecklingen verwendet Kittenberger unter anderem Aloe vera, Weidenwasser sowie eine Mischung aus Honig und etwas Apfelessig. Die Schnittstelle des Stecklings wird damit behandelt, bevor sie in die Erde kommt.
Wichtig ist ein durchlässiges, möglichst torffreies Substrat mit wenig oder keinem Dünger. Etwas Sand oder Perlit kann die Erde zusätzlich lockern. Ein kleines Hütchen oder eine Abdeckung über dem Topf hilft dabei, die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten.
Tipp: Pelargonien ohne Topf überwintern
Pelargonien können auch ohne Topf eingelagert werden. Dafür wird die Pflanze aus der Erde genommen, der Wurzelballen von überschüssiger Erde befreit und die Pflanze kräftig zurückgeschnitten.

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Anschließend wird sie in Zeitungspapier eingewickelt, oben aber offen gelassen.

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Gut eingewickelt in Zeitungspapier können zurückgeschnittene Pelargonien kühl überwintern.
Auch Fuchsien, Grünlilien und andere Topfpflanzen können auf diese Weise überwintert werden.
Die eingepackten Pflanzen kommen in eine Schachtel oder einen Karton und werden kühl gelagert – etwa in einer frostfreien Garage. Licht brauchen sie dabei nicht. Gegossen wird während dieser Zeit nicht. Ab Ende Jänner oder Mitte Februar beginnen die Pflanzen oft wieder leicht auszutreiben und können dann eingetopft werden.
Stauden teilen und neu pflanzen
Der Herbst eignet sich außerdem gut, um zu groß gewordene Stauden und Kübelpflanzen zu teilen. Agapanthus, Funkien und viele andere mehrjährige Pflanzen können aus dem Topf genommen oder im Garten ausgegraben, geteilt und als kleinere Einzelpflanzen wieder eingesetzt werden.
Nach der Blüte steckt die Kraft der Pflanzen vor allem in den Wurzeln. Die neu gesetzten Teile sollten geschützt überwintern. Im Frühjahr können sie ausgepflanzt werden – und sorgen dann oft schon für einen ganz neuen Gartenbereich.

Foto: Colourbox
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Im Herbst nicht mehr düngen
Gedüngt werden sollte jetzt möglichst nicht mehr. Das gilt auch für Stecklinge: Die Erde soll nährstoffarm sein, damit die Pflanzen gut Wurzeln bilden. Wer biologisch gärtnert und regelmäßig Kompost verwendet, habe meist ausreichend Kalium im Boden, erklärt Kittenberger.
Bei mineralisch gedüngten Pflanzen kann eine kaliumbetonte Düngung noch sinnvoll sein, damit die Triebe bis zum Winter gut ausreifen. Danach heißt es aber: die Pflanzen zur Ruhe kommen lassen – und schon an die Blütenpracht im nächsten Jahr denken.
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