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Ein Liebstöckelzweig auf einem hölzernen Untergrund. Das hintere Ende des Zweiges wird von zwei Händen gehalten.

Foto: Pexels

Garten

Die Kräuterecke: Würziger Liebstöckel

Liebstöckel ist ein bewährtes Küchenkraut für Garten und Balkon. Was das als „Maggikraut“ bekannte Gewächs außer viel Platz noch braucht, wie es am besten wächst und wann seine Blätter besonders aromatisch sind, lesen Sie in unserer Kräuterecke.
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Nachaufnahme von dicht wachsendem, grünem Liebstöckel.

Foto: Pixabay

Das kleine 1x1 des Liebstöckels

Standort: sonnig bis halbschattig (Achtung: benötigt ausreichend Platz!)
Erde:
nährstoffreiche, eher kalkhaltige Erde
Wasser:
regelmäßig gießen, Erde gleichmäßig feucht halten
Ernte:
Junge Blätter ab Frühjahr laufend ernten

Das „Maggikraut“ ohne Maggi

Liebstöckel gehört zur Familie der Doldenblütler und ist auch unter dem Namen „Maggikraut“ bekannt. Die Bezeichnung verdankt die Pflanze ihrem kräftigen, würzigen Aroma, das an Sellerie und Suppenwürze erinnert. Mit der bekannten Würzsauce hat Liebstöckel allerdings nichts zu tun.
Verwendet werden vor allem die Blätter, aber auch die Samen und Wurzeln können verarbeitet werden. Sie enthalten ätherische Öle, die den unverwechselbaren Duft und Geschmack ausmachen. In der traditionellen Pflanzenheilkunde wird Liebstöckel bei leichten Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl eingesetzt.
In der Küche ist weniger oft mehr: Ein bis zwei Blätter des Liebstöckels reichen meist aus, um einer Suppe, einem Eintopf oder einer Sauce mehr Würze zu verleihen. Besonders gut passt das Kraut auch zu Erdäpfeln, Pilzen, Hülsenfrüchten, Kräuterbutter und Aufstrichen.
Mehrere Liebstöckel-Jungpflanzen in Anzuchtschalen.

Foto: Pixabay

Anbau-Tipp: Viel Platz für eine ausdauernde Staude

Liebstöckel ist robust und winterhart. Einmal eingewachsen, kann die Staude viele Jahre überdauern. Es sollte jedenfalls ausreichend Platz eingeplant werden, da die Pflanze sehr groß werden kann - etwa am Rand eines Kräuterbeets, in einer eigenen Ecke im Garten oder in einem großen, tiefen Topf.
Ab dem Frühjahr, nach dem letzten Frost, lässt sich Liebstöckel aussäen oder als Jungpflanze kaufen und ins Freie setzen. Am besten gedeiht er an einem sonnigen bis halbschattigen Platz in nährstoffreicher, humoser Erde. Besonders im Topf braucht die Pflanze regelmäßig Wasser, um den Boden gleichmäßig feucht zu halten.
Liebstöckel mit gelben Doldenblüten. Mehrere rot-schwarz gestreifte Käfer sind auf der Pflanze.

Foto: Pixabay

Ernten und haltbar machen

Die Blätter sind erntereif, sobald sie kräftig grün und gut entwickelt sind. Am zartesten und aromatischsten schmecken sie im Frühjahr und Frühsommer, bevor sich Blütenstängel bilden.
Einzelne Stiele werden von außen abgeschnitten, sodass das Herz der Pflanze bestehen bleibt und das Kraut immer wieder neu austreiben kann. Frische Blätter halten sich einige Tage im Kühlschrank in einem feuchten Tuch eingeschlagen. Für den Vorrat lassen sie sich gehackt einfrieren oder mit Salz zu einer Würzpaste verarbeiten.
Tipp - sparsam würzen:
Liebstöckel hat eine starke Würzkraft. Beim Kochen zunächst nur wenig verwenden und lieber bei Bedarf nachwürzen - sonst überdeckt das Kraut leicht den Geschmack anderer Zutaten.
Rezepte zum Ausprobieren:
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