Dieser Browser ist veraltet, daher ist die Seitendarstellung fehlerhaft.
Uschi Zezelitsch weiß, wie Hauswurz helfen kann

Foto: Uschi Zezelitsch

Natur im Garten

Uschis Tipp: Erste-Hilfe-Pflanze Hauswurz (21.6.)

Kräuterexpertin Uschi Zezelitsch stellt in ihrer Rubrik „Uschi blüht auf“ alt bewährte Hausmittel, wohltuende Kosmetikmischungen sowie köstlich schmeckende Genussrezepte aus dem Garten vor.
Werbung Werbung schließen
„Natur im Garten“
Sonntag, 21. Juni 2026
17.30 Uhr in ORF 2, zu sehen auch live & on Demand auf ORF ON
Der Haus- oder Dachwurz gehört zu den ältesten „Erste Hilfe-Kräutern“ und alle namhaften Kräuterkundigen – von Hildegard von Bingen über Paracelsus bis zum Pfarrer Kneipp – haben seine Heilkräfte in den höchsten Tönen gelobt. Karl der Große hat im Jahr 800 sogar per Gesetz angeordnet, die Häuser mit Hauswurz zu bepflanzen, denn die Pflanze würde den Blitz abhalten.
Denjenigen die jammern, sie hätten überhaupt keinen grünen Daumen, empfehle ich dieses Dickblattgewächs. Das Einzige, was die so genannten „Immerlebenden“ gar nicht vertragen, sind nasse Füße, aber sonst sind die Hunger-Künstler für alle GärtnerInnen geeignet, die in ihre Pflanzen so wenig Arbeit wie möglich investieren wollen oder deren grüner Daumen erst noch wachsen darf.
Die Hauswurz wächst dort, wo es kaum eine andere Pflanze aushält. Sie erträgt Hitze, Trockenheit und Kälte problemlos und behält auch im Winter ihre Blätter. Hauswurze können ihre Verdunstung auf ein Minimum reduzieren.
Jede Blattrosette, die einmal geblüht hat, stirbt zwar anschließend ab, aber die Pflanzen breiten sich durch Tochterrosetten aus und können so in erstaunlich kurzer Zeit größere Matten bilden. Sie eignen sich für Steingärten, Dachflächen und sogar Mauerfugen.
Und kein Topf ist ihr zu klein. Sie behübscht alles: Schopflöffel, Gugelhupfformen, …
Uschi Zezelitsch weiß, wie Hauswurz helfen kann

Foto: Uschi Zezelitsch

SOS-Tipps mit Hauswurz
Ich zeige Ihnen gleich ein paar einfache Rezepte. Ich habe sie „Feuerwehr-Rezepte“ genannt. Sie werden gleich sehen, warum.
  1. Bei Insektenstichen einfach ein Blatt abbrechen und mit dem Pflanzensaft betupfen
  2. Die zerkleinerten Blätter kann man auch warm in Öl ausziehen - bei diesem Vorgang muss man aufpassen, dass es wegen der Feuchtigkeit in den Blättern nicht zur Bildung von Schimmelpilz kommt. Das Öl verwende ich bei Hühneraugen.
  3. Aber ein gequetschtes Blatt auf das Hühnerauge gebunden, kann auch schon helfen. Genauso bei Ekzemen und Hautirritationen, weil der Saft entzündungshemmend wirkt.
  4. Bei kleineren Verbrennungen den Pflanzensaft oder fein gehackte Blätter mit etwas Joghurt mischen und auftragen. Das kühlt und lindert den Schmerz.
  5. Für eine erfrischende Gesichtsmaske oder Sonnenbrand auf größeren Hautflächen eine kleine Hand voll Blätter ganz klein schneiden oder pürieren, 1 EL Topfen, 1 TL Mandelöl und 1 TL Honig untermischen und auftragen.
Die Hauswurz ist definitiv ein kleines Universalgenie. Versuchen Sie ruhig Ihr Gärtnerglück mit ihr!
Gießkanne, Gummistiefel und Blumentopf stehen in der Wiese.

Foto: Colourbox

 Tipps & Tricks fürs grüne Paradies
Welcher Kräuter-Typ sind Sie? Was kann ich anbauen, auch wenn ich wenig Platz habe? Holen Sie sich in der Gartenecke von ORF extra Infos zum selber anpflanzen, Kräuterkunde, Rezeptideen und vieles mehr.
Links: