
Foto: Uschi Zezelitsch
Natur im Garten
Uschis Rezept: Melanzani-Hexenaugen
„Natur im Garten“
Sonntag, 27. September 2026
17.30 Uhr in ORF 2, zu sehen auch live & on Demand auf ORF ON
Sonntag, 27. September 2026
17.30 Uhr in ORF 2, zu sehen auch live & on Demand auf ORF ON
Melanzani
Mein Pflanzengast hat viele Namen: Melanzani, Aubergine oder Eierfrucht? Melanzani – vom italienischen Melanzana - ist in Österreich am gebräuchlichsten. Aubergine kommt ursprünglich aus dem Arabischen und wenn man diese hübsche Weiße Beere – dieses Gemüse gehört botanisch zu den Beeren – anschaut, kann man sich auch gut den Begriff "Eierfrucht“ erklären.
Wichtiger zu wissen ist, dass Melanzani Nachtschattengewächse sind und das giftige Solanin beinhalten. Deshalb bitte nie roh essen!
Im Gegensatz zu den köstlichen Rezepten für gebratene, gegrillte oder geschmorte Melanzani, schmecken sie roh ohnehin nicht. Der Grund sind die Bitterstoffe. Die entziehe ich den Melanzani immer, indem ich sie vor der Verarbeitung einsalze. Nach ca. einer Viertelstunde ist dann auch überschüssiges Wasser weg und die Schwammfrucht saugt dann auch beim Braten nicht so viel Fett auf.
Alle Sorten liefern viele Ballaststoffe, Antioxidantien und Kalium. Und - ganz wichtig: Sie bestehen aus ca. 95 % Wasser und haben deshalb so gut wie keine Kalorien.

Foto: Uschi Zezelitsch
Rezept für Baba Ganoush
Vielleicht kennen Sie die orientalische Melanzani-Creme Baba Ganoush. Ich mag sie sehr und kombiniere sie bei diesem Rezept mit geschmorten Melanzani-Scheiben zu einem Fingerfood namens „Baba Jaga- Melanzani-Hexenaugen“.
Der ersten Arbeitsschritte dafür sind gleich: Melanzani in Scheiben schneiden, einsalzen, ziehen lassen, abtupfen und dann entweder in einer Pfanne kurz anbraten und mit etwas Flüssigkeit 8 Minuten weich schmoren.
Oder so wie ich es hier vorbereitet habe: Die Scheiben im Backrohr mit oder ohne etwas Öl bei 220 Grad C für etwa 25 Min. butterweich schmoren.
Die kleineren Scheiben hebe ich für meine Hexenaugen auf. Die anderen habe ich von der Schale befreit und jetzt verrühre und püriere ich das Melanzani-Fleisch mit 1 Schluck Olivenöl, einem Spritzer Zitronensaft, 1 Löffel Sesampaste, 1 Messerspitze Chiliflocken, 2 gepressten Knoblauchzehen und 1 TL Kreuzkümmel.
Jetzt ist das Melanzani-Püree oder Baba Ganoush fertig.
Von dem Püree gebe ich einen Löffel voll auf die geschmorten Melanzani-Scheiben, lege auf jede eine kleine Scheibe Käse darauf, dann eine halbe Olive und mit Granatäpfelkernen schauen mich die Baba Jagas schon verlockend an.
Dazu Fladen oder Pitabrot – perfekt für den Hexenmonat Oktober.

Foto: Colourbox
Tipps & Tricks fürs grüne Paradies
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