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Uschi präsentiert ihr Espen-Sauerkraut

Foto: Uschi Zezelitsch

Natur im Garten

Uschis Rezept: Espen-Sauerkraut (3.5.)

Kräuterexpertin Uschi Zezelitsch stellt in ihrer Rubrik „Uschi blüht auf“ alt bewährte Hausmittel, wohltuende Kosmetikmischungen sowie köstlich schmeckende Genussrezepte aus dem Garten vor.
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„Natur im Garten“
Sonntag, 3. Mai 2026
17.30 Uhr in ORF 2, zu sehen auch live & on Demand auf ORF ON
Mich faszinieren Espen, weil jeder einzelne Baum sozusagen eine Stadt für sich ist. Was sich da alles tut: Das weiche Holz bietet für verschiedenste Kleintiere ein tolles Verkehrsnetz, gemütliche Wohnräume, Futter aller Art und darunter ein besonders wertvolles Nahrungsangebot für unsere heimischen Schmetterlingsraupen.
Auch Alltagsgegenstände wie zum Beispiel Zündhölzer werden aus Espenholz hergestellt.
Espen sind schnell wachsende Pionierbäume und kommen mit fast allen Böden zurecht - sogar mit sumpfig-moorigen, wie man im Naturpark Rosalia-Kogelberg gut beobachten kann. Dort sammle ich nach einem Sturm immer Zweige auf.
Das Weidengewächs beinhaltet nämlich ähnlich wie die Weide jede Menge natürliche Salicinsäure und die hat eine tolle schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung. Mit den Knospen oder der jungen Rinde lässt sich ein wohltuendes Heilöl bzw. eine Salbe herstellen, die man bei Verbrennungen, kleinen Hautverletzungen und Glieder- und Gelenksschmerzen verwenden kann.
ESPEN-SAUERKRAUT
Junges Espenblatt

Foto: Colourbox

Junge Espenblätter lassen sich durch Milchsäuregärung zu einem großartigen „Espen-Sauerkraut“ verarbeiten. Dazu werden die Blätter mit den Händen gequetscht oder gestampft und mit Natursalz eingesalzen. Dann müssen die Blätter so lange bearbeitet bzw. gestampft werden, bis der Saft austritt. Wenn zu wenig Saft entsteht, kann man mit einer 2 % igen Salzlake unraffiniertem Natursalz nachhelfen aus (20 g pro Liter Wasser).
Ich stopfe die Blätter ganz dicht in ein Glas und gebe Wacholderbeeren, 1 Lorbeerblatt, eine Scheibe Bio-Zitrone, Pfefferkörner und einen Zeig Thymian oder Rosmarin dazu. Die spezielle Note für den Muttertag gibt ein Herz aus roter Rübe. Das kommt an den Glasrand und wird das Sauerkraut leicht rosa färben.
Wichtig: Der Saft muss die Blätter unbedingt ganz bedecken! Deswegen lege ich entweder einen sterilisierten Stein oder ein „modernes“ Fermentiergewicht aus Glas oben drauf, damit die Blätter unter der Flüssigkeit bleiben.
Die Blätter fermentieren die ersten 5 Tage bei ca. 24 Grad – dazwischen den Deckel immer ganz kurz öffnen, um die Gase herauszulassen. Danach können die Blätter je nach Wunsch 2 bis 3 Wochen bei ca. 18 Grad weiter fermentieren. Für eine lange Aufbewahrung sollte man die Fermentation im kühlen Keller oder Kühlschrank dann so gut wie stoppen.
Wer will, kann schon nach einer Woche kosten. Und dann, zum Muttertag mit Räucherforelle an Kren-Espen-Schlagobers und feinem Blütensalat servieren.
Gießkanne, Gummistiefel und Blumentopf stehen in der Wiese.

Foto: Colourbox

Tipps & Tricks fürs grüne Paradies
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