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Gartengestalterin Katharina Gabesam-Rasner im Gespräch mit "Studio 2"-Moderatorin Verena Hartlieb.

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Gartengestalterin Katharina Gabesam-Rasner im Gespräch mit "Studio 2"-Moderatorin Verena Hartlieb.

Garten

Garten winterfit machen: Staudenschnitt & Gräserpflege

Was darf im Herbst zurückgeschnitten werden - und was sollte besser stehen bleiben? Gartengestalterin Katharina Gabesam-Rasner erklärt, wie Stauden und Ziergräser gut durch die kalte Jahreszeit kommen.
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„Studio 2“ am 24. September 2026
Montag bis Freitag, 17.30 Uhr in ORF 2
zu sehen auch auf ORF ON live & on demand
Wenn sich der Garten im Herbst langsam zurückzieht, ist die Versuchung groß, Beete radikal aufzuräumen. Doch gerade bei Stauden und Gräsern gilt: Nicht alles, was verblüht ist, muss sofort weg. Verblühte Samenstände sind nicht nur eine Nahrungsquelle für Vögel, sie können mit Raureif überzogen auch im Winter attraktiv aussehen.
Katharina Gabesam-Rasner erklärt den Unterschied zwischen Hecken und Stauden:„Stauden sind mehrjährige, nicht verholzende Pflanzen. Ihre oberirdischen Teile sterben im Winter meist ab, im Frühjahr treiben sie aus dem Wurzelbereich wieder neu aus. Anders als bei Sträuchern bleiben die Triebe also nicht dauerhaft stehen und verholzen nicht.“
Weniger Schnitt bedeutet mehr Schutz: Stehengebliebene Pflanzenteile helfen, die Stauden vor Kälte zu bewahren und bieten Kleintieren im Garten Unterschlupf.
Viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer schneiden Stauden im Herbst aus optischen Gründen vollständig zurück. Katharina Gabis rät jedoch zu Zurückhaltung: Die Pflanzen sollten vor dem Winter höchstens auf etwa 30 Zentimeter eingekürzt werden. Der stärkere Rückschnitt erfolgt erst gegen Ende Februar oder im März, wenn es wieder wärmer wird.
Bei Stauden mit hohlen Stängeln, etwa beim Rittersporn, ist besondere Vorsicht angebracht. Hier sollten die Stängel nicht einfach glatt abgeschnitten, sondern abgeknickt werden. So kann sich kein Wasser im Inneren sammeln und bis zu den Wurzeln gelangen. Gefrierendes Wasser könnte die Pflanze im Winter schädigen.
Hohle Stängel (wie hier beim Rittersporn) sollten abgeknickt werden, damit sich kein Wasser in den Hohlräumen sammelt.

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Hohle Stängel (wie hier beim Rittersporn) sollten abgeknickt werden, damit sich kein Wasser in den Hohlräumen sammelt.

Gräser erst im Frühjahr schneiden
Ziergräser werden grundsätzlich nur einmal jährlich geschnitten – und zwar im Frühjahr. Die Halme bleiben über den Winter stehen: Sie schützen den Wurzelbereich vor Frost und setzen im Beet auch in der kalten Jahreszeit schöne Akzente.
Damit die Gräser bei Schnee und Regen nicht auseinanderfallen und möglichst wenig Nässe ins Pflanzeninnere gelangt, können sie locker zusammengebunden werden. Bei Pampasgras sollte man damit allerdings warten, bis eine längere Frostperiode bevorsteht. Wird es zu früh zusammengebunden, kann sich Feuchtigkeit stauen und Fäulnis entstehen.
Gartengestalterin Katharina Gabesam-Rasner erklärt "Studio 2"-Moderatorin Verena Hartlieb, wie man Pampasgras im Herbst richtig zusammenbindet.

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Gartengestalterin Katharina Gabesam-Rasner erklärt "Studio 2"-Moderatorin Verena Hartlieb, wie man Pampasgras im Herbst richtig zusammenbindet.

Wer die dekorativen Wedel des Pampasgrases für zu Hause verwenden möchte, kann sie jetzt während der Blüte schneiden. Ein bis zwei Tage dunkel gelagert und anschließend mit Haarspray fixiert, eignen sie sich als haltbare Dekoration. Wichtig: Beim Schneiden unbedingt Handschuhe tragen – die Blätter sind scharfkantig und können Schnittverletzungen verursachen.
Stauden alle vier bis fünf Jahre teilen
Damit Stauden langfristig vital und blühfreudig bleiben, sollten sie etwa alle vier bis fünf Jahre geteilt werden. Der Herbst ist dafür ein guter Zeitpunkt. Dazu wird die Pflanze vorsichtig ausgegraben und der Wurzelballen – je nach Größe mit den Händen oder einem Spaten – geteilt.

Schritt 1: Pflanze vorsichtig ausgraben.

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Schritt 1: Pflanze vorsichtig ausgraben.

Schritt 2: Den Wurzelballen mit dem Spaten teilen.

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Schritt 2: Den Wurzelballen mit dem Spaten teilen.

Schritt 3: Eine Pflanze wieder an den ursprünglichen Platz setzen, den anderen Teil an einer beliebigen Stellen verpflanzen und gut eingießen.

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Schritt 3: Eine Pflanze wieder an den ursprünglichen Platz setzen, den anderen Teil an einer beliebigen Stellen verpflanzen und gut eingießen.

Ein Teil kommt anschließend wieder an seinen ursprünglichen Platz, der andere kann an einer neuen Stelle eingepflanzt oder weitergegeben werden. Die Erde sollte davor etwas aufgebessert werden. Besonders wichtig ist es, die frisch gesetzten Stauden anschließend gründlich anzugießen, damit sie noch vor dem Winter gut einwurzeln können.
Laub und Reisig als Winterschutz
Eine Schicht Laub schützt Stauden zusätzlich vor Kälte. Damit das Laub bei Wind nicht davonfliegt, kann es mit Reisig oder Zweigen abgedeckt werden. Wer das Herbstlaub teilweise liegen lässt, hilft damit auch Tieren im Garten: Igel und andere Kleintiere finden darin Schutz und Nahrung.
Der Herbstputz im Garten darf also ruhig etwas großzügiger ausfallen – allerdings im Sinn der Natur. Nicht alles muss geschniegelt und geschnitten in den Winter gehen.
Gießkanne, Gummistiefel und Blumentopf stehen in der Wiese.

Foto: Colourbox

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