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Tiere
„Der Hundecoach“: Tierarzt ohne Angst dank Medical Training
„Guten Morgen Österreich“
Montag bis Freitag, 6.30 - 9.00 Uhr in ORF 2
zu sehen auch auf ORF ON live & on Demand
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Foto: ORF
Medizinisches Training ist das Um und Auf für einen entspannten Tierarztbesuch. Natürlich kann man nicht alles im Vorfeld trainieren und hin und wieder kommt es einmal zu einer Situation, wo der Hund beim Tierarzt gestresst ist. Aber ich glaube, ich spreche für alle Tierärzte, dass sie sehr zufrieden werden, wenn man zu Hause ein paar Dinge übt.
Ganz besonders wichtig ist, dass die Hunde lernen, zu stehen. Denn egal was untersucht werden muss, in einer stehenden Position des Vierbeiners kann man alles gut erreichen. Ganz viele Vierbeiner möchten das nicht angegriffen zu werden. Das kann man aber ganz gut durch sogenanntes Medical Training antrainieren. Wichtig ist, dass die Verknüpfung für die Vierbeiner immer positiv ist. Das heißt, das Training sollte noch nicht beim Tierarzt stattfinden, sondern schon lange davor zu Hause.
Ich empfehle immer, so ein Medical Training jeden Tag in den Alltag einzubauen. Da reichen fünf bis zehn Minuten einfach täglich, zum Beispiel nach dem Spaziergang oder vor der Fütterung. Und nach einigen Wochen oder Monaten Training merkt man dann schon die ersten Erfolge, dass sich der Hund wirklich gut angreifen lässt.
In erster Linie arbeitet Lukas Pratschker mit Targets. Das heißt, der Hund soll Ziele haben, auf denen er drauf platziert wird. Plattformen, zum Beispiel Holzpodeste oder Ähnliches eignen sich dafür besonders gut.

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Für ein stehendes Angreifenlassen möchte ich eigentlich, dass der Hund eine Futterbelohnung vor sich liegen hat. Das heißt, ich lasse den Hund auf seine Targets drauf, lege Leckerlis vor ihm am Boden mit ein bisschen einem Abstand ab, dass ich noch eingreifen könnte, falls er es sich unerlaubt nehmen möchte und versuche jetzt dem Hund auf diesen Podesten ein Bleibkommando zu geben.

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Wenn die Hunde auf das Leckerli drauf schauen, also wirklich mit dem Kopf kerzengerade nach vorne schauen, gibt es von vorne eine Belohnung.
Stück für Stück könnte man jetzt in dieser Phase, in der der Hund einfach kurz auf dem Podest stehen bleibt, anfangen, den Hund anzugreifen. Also mit einer Hand zum Beispiel am Körper berühren, an den Pfoten berühren. Da sind ganz viele Hunde sensibel. Und kleine Berührungen führen ziemlich schnell schon zur Belohnung. Tag für Tag oder Woche für Woche, je nachdem wie viel auch wirklich trainiert wird, kann man dann das Ganze intensivieren und den Hund immer mehr aus seiner Position rausbringen versuchen.

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So gewöhnen sich die Hunde Stück für Stück an diese Untersuchung und haben dann beim Tierarzt sicher weniger Stress.
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verfügbar bis 9.10.2026
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