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Tiere
1x1 der Tierfütterung: Wie häufig ist richtig?
Diesen Artikel finden Sie als Gesamtausgabe in der ORF nachlese (Ausgabe Jänner 2026).

Foto: ORF nachlese/ Julia Brunhofer
Mag. Julia Brunhofer ist als tierärztlich geprüfte Hundeernährungsberaterin und ganzheitliche Katzenernährungsberaterin jeden 2. Sonntag im Monat (ab 14.00 Uhr) auf Radio Vorarlberg zu hören.
Es geht nicht immer nur darum, was wir unseren Hunden und Katzen füttern, sondern auch das WIE ist entscheidend.
Die optimale Futtermenge ergibt sich aus dem Energiebedarf des Tieres und dem Energiegehalt des eingesetzten Futters bzw. der Komponenten. Was zählt, sind also die zugeführten Kalorien pro Tag. Hier gilt es ganz besonders, Kauartikel im Blick zu behalten. 100 g Ochsenziemer oder Rinderkopfhaut haben ca. 500 kcal – das entspricht etwa dem gesamten Tagesbedarf an Kalorien eines durchschnittlichen 10-kg schweren Hundes.
Häufigkeit
Die richtige Fütterungshäufigkeit ist von vielen Faktoren abhängig: Alter, Gewicht, Rasse, Aktivitätslevel, Gesundheit, Verdauungsleistung und speziellen Bedürfnissen. Fest steht: Welpen brauchen häufige Mahlzeiten – 3-4 mal täglich. Hundewelpen sollten aber dennoch eine zugeteilte Menge bekommen, um nicht zu schnell Gewicht zuzulegen.
Kitten können so viel bekommen, wie sie fressen möchten. In der Trächtigkeit können die Muttertiere oftmals keine großen Portionen mehr aufnehmen. Und Senioren profitieren ebenfalls von regelmäßigen kleineren Mahlzeiten 2-3 mal täglich.

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Katzen sollten aufgrund ihres sehr speziellen Stoffwechsels, der auf die regelmäßige Zufuhr von Nahrung angewiesen ist, stets etwas zur Verfügung haben.
Sie haben Fragen zum Thema Tierernährung?
Dann schreiben Sie an julia.brunhofer@orf.at. Sie bespricht Ihre Themen gerne auf Sendung.
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Verfügbarkeit
Hunde dagegen sollten eine zugeteilte Menge an Futter bekommen und nicht ungehinderten Zugang dazu haben. Manche Hunde fressen tatsächlich nur gemäß ihrem Bedarf, die meisten jedoch dann nicht, was Übergewicht und Folgeerkrankungen begünstigt.
Gesunde, normal aktive erwachsene Hunde können 1-2 mal täglich gefüttert werden, während Arbeits- oder Sporthunde ebenso von 2-3 Mahlzeiten pro Tag profitieren.
Temperatur
Das Futter sollte Raum- bzw. Körpertemperatur haben, also leicht erwärmt bis lauwarm sein. Das erhöht nicht nur die Akzeptanz und Schmackhaftigkeit, sondern spart dem Körper auch zusätzliche Energieaufwendungen, die nötig sind, um etwa kaltes Futter auf Körpertemperatur zu bringen. Außerdem kann zu kaltes Futter den Magen reizen und Gastritis wie Durchfall begünstigen.
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