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Eine Person ist dabei mit der Gartenschere einen Strauß Johanniskraut abzuschneiden.

Foto: Colourbox

Garten

Die Kräuterecke: Erhellendes Johanniskraut

Zur Sommersonnenwende zeigt sich das Johanniskraut in gelb-blühender Pracht. Im Volksglauben bewahrt es das Licht für den Winter. Tatsächlich gesichert ist die stimmungsaufhellende Wirkung - mehr dazu sowie Tipps und Tricks zum Sammeln und Verarbeiten finden Sie in unserer Kräuterecke.
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Gelbe Johanniskraut-Blüten

Foto: Unsplash

Das kleine 1x1 des Johanniskraut-Sammelns

Standort: Sonnig und trocken, in der Natur z. B. auf trockenen Wiesen, Böschungen, Waldrändern oder Brachflächen
Merkmale:
Leuchtend gelbe, sternförmige Blüten mit feinen dunklen Punkten; Blätter mit kleinen „Löchern“; beim Zerreiben der Blüten tritt roter Saft aus
Ernte:
Juni bis August; idealerweise rund um den Johannistag (24. Juni)

Sonnenwendpflanze mit Tradition

Passend zur Sommersonnenwende, wenn die Tage am längsten sind, öffnet das Johanniskraut seine leuchtend gelben Blüten. In der Volksheilkunde gilt es deshalb als „Sonnenwendkraut“ und wird rund um den Johannistag gesammelt, da es - so der Volksglaube - die Kraft des Lichts für den Winter aufbewahrt.
Ob es tatsächlich Sonnenenergie speichert, darf bezweifelt werden. Sicher ist aber: Das Johanniskraut wirkt mit seinen Inhaltsstoffen leicht stimmungsaufhellend und beruhigend, was in den kalten Wintermonaten von Vorteil ist.
Sowohl als Tee aus getrockneten, blühenden Triebspitzen oder auch als Tinktur - ein alkoholischer Auszug der Blüten und Triebspitzen - lässt sich das Kraut zur Einnahme verarbeiten.
Eine Frau schenkt Tee von einer weißen Porzellanteekanne in einen blau gemusterten Becher.

Foto: Unsplash

Sammel-Tipps

Johanniskraut ist vorrangig ein Wildkraut. Es kommt in ganz Österreich vor und liebt sonnige, trockene Standorte. Es wächst häufig an Wegrändern, Böschungen, auf mageren Wiesen oder brachliegenden Flächen. Beim Sammeln müssen Sie auf saubere Fundorte achten, fernab von Straßen, Industrie und gespritzten Feldern, um Schadstoffbelastung auszuschließen.
Die beste Zeit für die Ernte ist rund um den Johannistag am 24. Juni, wenn die Blüten frisch geöffnet sind und ihr volles Aroma entfalten. Am besten werden die blühenden Triebspitzen an einem trockenen Vormittag und sobald der Tau verschwunden ist, geerntet. Die Blütenstände werden mithilfe von Schere oder Messer abgetrennt und möglichst rasch verarbeitet.

Johanniskraut-Rotöl

Eine Hand, die einen Strauß gelb-blühenden Johanniskrauts hält.

Foto: Unsplash

Bekannt ist Johanniskraut auch in Form von Rotöl, das äußerlich bei Muskelschmerzen, Zerrungen und kleineren Verletzungen eingesetzt wird. Es wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und unterstützt die Regeneration der Haut. Auch bei nervenbedingten Beschwerden, wie Quetschungen, kann es wohltuend sein. Die rote Farbe kommt vom Farbstoff Hypericin, der in den Blüten enthalten ist und sich bei der Verarbeitung zu Öl löst.
Aber Vorsicht: Johanniskraut kann die Haut lichtempfindlicher machen. Bei frischen Verbrennungen sollte es zudem nicht verwendet werden.
Zubereitung
  1. Ein durchsichtiges Schraubglas zu etwa zwei Dritteln mit frisch gepflückten Johanniskrautblüten füllen - am besten an einem sonnigen, trockenen Tag gesammelt.
  2. Mit kaltgepresstem Olivenöl auffüllen, bis das Glas voll ist.
  3. Das Glas an einen warmen und sonnigen Ort stellen.
  4. Etwa zwei Monate ziehen lassen und zwischendurch gelegentlich leicht schütteln.
  5. Danach das rote Öl durch einen Kaffeefilter abseihen.
  6. Das Öl in einer dunklen Flasche kühl lagern und innerhalb eines Jahres aufbrauchen.
Rezepte zum Ausprobieren:
Links: