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Mangold mit unterschiedlich farbenen Stielen

Foto: Unsplash

Garten

Der Mini-Garten: Mangold

Mangold ist zurück - und gedeiht sogar im kleinsten Garten: Erfahren Sie, wie Sie ganz einfach Schritt-für-Schritt zum eigenen Mangold kommen, welche Verwendungsmöglichkeiten er bietet und warum er dennoch mit Bedacht gegessen werden sollte.
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Nahaufnahme eines Mangold-Blattes mit rotem Stiel

Foto: Unsplash

Mangold im Überblick:
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Gefäß: min. 30 cm Durchmesser und Tiefe, Drainage
  • Aussaat: Vorziehen ab März, Direktsaat ab Mitte April
  • Erde: humusreiche Gemüseerde
  • Ernte: 8-10 Wochen nach Aussaat

Die Renaissance des Mangold

Mangold war früher lange Zeit ein sehr beliebtes Blattgemüse, das mit der Zeit jedoch etwas in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Seit ein paar Jahren erlebt Mangold glücklicherweise eine Art Renaissance und das zu Recht:
Das kalorienarme Gemüse ist, ähnlich wie Spinat, reich an Vitaminen und Mineralstoffen sowie insbesondere an Beta-Carotin, das positiv auf die Sehkraft wirkt. Noch dazu ist Mangold pflegeleicht, wächst problemlos auch in kleineren Gefäßen und ist obendrein noch eine hübsche Dekoration mit teils farbigen Stängeln und ausgeprägtem, grünen Blattwerk.

Schritt-für-Schritt zum Mangold-Genuss


Ab März kann die Aussaat von Mangold mit Vorziehen auf der Fensterbank beginnen: Samen 2 bis 3 cm tief in Anzuchtschalen mit Erde geben, kräftig angießen und etwa zwei Wochen keimen lassen. Ab einer Größe von 10 cm können die Keimlinge umgesetzt werden. Ab April, bei konstant mehr als 15°C, ist auch Direktsaat ins Freie möglich.
Ebenso können Jungpflanzen gekauft und anschließend direkt eingesetzt werden. Jungpflanzen halten auch zeitweise Temperaturen unter 15°C aus, sollten bei deutlich kälterem Wetter jedoch mit einem Gartenvlies geschützt werden. Beim Anbau gilt es, auf einen Abstand von 30 cm (bei Blatt-Mangold) bis 40 cm (bei Stiel-Mangold) zu achten, damit die einzelnen Pflanzen genug Platz haben.
Mangold Setzlinge zum Verkauf in kleinen Anzuchtschalen

Foto: Unsplash

Exkurs: Mangold-Hauptsorten

  • Blattmangold (auch Schnittmangold): Stiele sind dünn und faserig, deshalb werden nur die zarten Blätter geerntet und ähnlich wie Spinat roh oder gekocht zubereitet.
  • Stielmangold (auch Rippenmangold): Die langen, dicken Stiele gibt es in verschiedenen Farben (weiß, rot, gelb, orange). Sie können auf unterschiedliche Arten zubereitet werden. Die Blätter werden ebenso verwendet, z. B. als Spinat-Ersatz.
Die Pflege von Mangold umfasst vor allem das Gießen. Das Blattgemüse sollte regelmäßig gegossen werden, um die Erde gleichmäßig feucht zu halten (Achtung vor Staunässe!). Stellen Sie den Mangold bei starker Sonne lieber in den Halbschatten, um die Blätter zu schützen. Da Mangold ein Mittelzehrer ist, benötigt er relativ viele Nährstoffe, weshalb leichter organischer Dünger alle 4 Wochen und Pflanznachbarn mit nur wenig Nährstoffbedarf empfohlen werden.
Etwa 8-10 Wochen nach Aussaat steht die Ernte beim Mangold an. Entfernen Sie immer nur die äußeren Blätter, sodass das Herz der Pflanze neue Blätter produzieren kann. Soll der Stiel mitgeerntet werden, so wird er samt Blatt herausgedreht. Ansonsten können Blätter abgezupft oder abgeschnitten werden.

Eine junge Mangoldpflanze mit orangen Stielen

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Rotstieliger Mangold angebaut in einem Beet

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Eine Person erntet Mangold mit Gartenhandschuhen

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Verwenden und genießen - allerdings in Maßen

Am besten schmeckt Mangold frisch geerntet. Im feuchten Küchentuch hält er sich jedoch auch ein paar Tage. Für eine längere Haltbarkeit von mehreren Monaten kann Mangold eingefroren werden, dafür muss er allerdings erst blanchiert werden.
Wie seine Verwandten Spinat und Rote Rübe enthält Mangold Oxalsäure, die in größeren Mengen die Nährstoffversorgung verschlechtern können. Durch Kochen und Blanchieren wird der Oxalsäuregehalt deutlich reduziert. Bei jungen Blättern ist der Säuregehalt ebenfalls noch niedriger. Wer zu Nieren-, Blasen- oder Gallensteinleiden neigt, sollte Mangold dennoch in Maßen genießen, da Oxalsäure auch Calcium bindet, das sich in kristalliner Form ablagern kann.
Bei der Zubereitung gibt es kaum Grenzen: Mangold eignet sich für allerlei Gerichte von Gemüsepfannen über Quiche und Pasta bis hin zu Lasagne und Suppen.
Rezepte zum Nachkochen:
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