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Schaufenster einer französischen Bäckerei

Unsplash

Kulinarische Weltreise

Ein Hauch von Frankreich für die Küche daheim

Hier ist französisches Lebensgefühl zuhause: Mit mehr als 100 Rezepten und Ideen für ein Leben à la française zeigen Marjorie Taylor und Kendall Smith Franchini, Gründerinnen von The Cook’s Atelier in Beaune, wie bewusstes Genießen den Alltag verwandelt.
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Kulinarische Weltreise: Übersicht über alles Reisestopps
Buchcover "Ein Hauch von Frankreich"

Knesebeck Verlag/ Anson Smart

Ein Hauch Frankreich
Rezepte, in denen französisches Lebensgefühl zuhause ist

Marjorie Taylor und Kendall Smith Franchini
Knesebeck Verlag
ISBN: 978-3-98962-085-8
Frankreich gilt weltweit als Superstar der Haute Cuisine und zeigt, dass auch bodenständiges Essen unschlagbar gut zubereitet werden kann.
Die Gerichte reichen von Klassikern wie Französischer Zwiebelsuppe oder Tarte Tatin bis zu modernen Favoriten mit überraschenden Aromen. Ergänzt wird die Rezeptsammlung durch inspirierende Kapitel über Marktbesuche, eine gut sortierte Vorratskammer, die perfekte Käseplatte sowie Tischkultur und Küchengarten - all das, was das französische Savoir-vivre ausmacht. Ein Buch über Genuss, Gastfreundschaft und die Kunst, sich Zeit zu nehmen.
Möchten Sie französisches Flair auch in Ihrer Küche genießen? Dann beantworten Sie die Frage und gewinnen Sie das Kochbuch „Ein Hauch Frankreich“.
Der Teilnahmeschluss ist am Sonntag, 16. August 2026. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 16 Jahren. Eine Mehrfachteilnahme ist laut AGB ausgeschlossen.

Frankreich von seiner schönsten Seite

Der Eiffelturm ist das meistbesuchte kostenpflichtige Wahrzeichen der Welt und eines der ikonischsten und am leichtesten zu erkennenden Gebäude der Welt. Der schmiedeeiserne Gitterturm ist 324 Meter hoch und damit das höchste Bauwerk in ganz Paris. Der zwischen 1887 und 1889 für die Weltausstellung errichtete Eiffelturm ist zum Symbol der Stadt Paris geworden und sollte bei einer Reise in die Stadt der Liebe auf keinen Fall fehlen.

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Der Eiffelturm ist das meistbesuchte kostenpflichtige Wahrzeichen der Welt und eines der ikonischsten und am leichtesten zu erkennenden Gebäude der Welt. Der schmiedeeiserne Gitterturm ist 324 Meter hoch und damit das höchste Bauwerk in ganz Paris. Der zwischen 1887 und 1889 für die Weltausstellung errichtete Eiffelturm ist zum Symbol der Stadt Paris geworden und sollte bei einer Reise in die Stadt der Liebe auf keinen Fall fehlen.

Als Côte d’Azur wird ein Küstenabschnitt an der französischen Mittelmeerküste bezeichnet, das gleichzeitig einen großen Teil der provenzalischen Küste darstellt. Die nach azurblauem Wasser benannte Region zwischen Meer und Bergen ist bekannt für ihre pittoresken Dörfer mit ihren malerischen, Kopfstein gepflasterten Straßen und Häuschen aus Naturstein. Dazu kommen bekannte Städte wie Nizza, Cannes und St. Tropez an der Küste.

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Als Côte d’Azur wird ein Küstenabschnitt an der französischen Mittelmeerküste bezeichnet, das gleichzeitig einen großen Teil der provenzalischen Küste darstellt. Die nach azurblauem Wasser benannte Region zwischen Meer und Bergen ist bekannt für ihre pittoresken Dörfer mit ihren malerischen, Kopfstein gepflasterten Straßen und Häuschen aus Naturstein. Dazu kommen bekannte Städte wie Nizza, Cannes und St. Tropez an der Küste.

Das Schloss Versailles in der gleichnamigen Nachbarstadt von Paris ist eine der größten Palastanlagen Europas und war von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Ausbruch der Französischen Revolution die Hauptresidenz der Könige von Frankreich. Der Barockbau, dessen größte Ausdehnung mehr als einen halben Kilometer beträgt, gilt als ein Höhepunkt europäischer Palastarchitektur und diente vom 17. bis zum 19. Jahrhundert als Vorbild für zahlreiche weitere Schlossbauten.

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Das Schloss Versailles in der gleichnamigen Nachbarstadt von Paris ist eine der größten Palastanlagen Europas und war von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Ausbruch der Französischen Revolution die Hauptresidenz der Könige von Frankreich. Der Barockbau, dessen größte Ausdehnung mehr als einen halben Kilometer beträgt, gilt als ein Höhepunkt europäischer Palastarchitektur und diente vom 17. bis zum 19. Jahrhundert als Vorbild für zahlreiche weitere Schlossbauten.

An der Grenze der Normandie und der Bretagne gelegen, bezaubert der Klosterberg Mont-Saint-Michel Reisende aus aller Welt. Das UNESCO Kulturerbe der Menschheit gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs. Er bietet seinen Besuchern ein unvergessliches Panorama auf seine Bucht und das Meer und lädt zum Innehalten ein.

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An der Grenze der Normandie und der Bretagne gelegen, bezaubert der Klosterberg Mont-Saint-Michel Reisende aus aller Welt. Das UNESCO Kulturerbe der Menschheit gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs. Er bietet seinen Besuchern ein unvergessliches Panorama auf seine Bucht und das Meer und lädt zum Innehalten ein.

Das ikonische Museum liegt am Ufer der Seine und ist die größte Kunstgalerie der Welt. Im Louvre Museum findet man Ausstellungsstücke, die die französische Geschichte näherbringen, sowie Werke aus aller Welt, wie zum Beispiel die Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Insgesamt beherbergt das Louvre-Museum mehr als 35.000 Exponate in seinem jahrhundertealten Gebäude.

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Das ikonische Museum liegt am Ufer der Seine und ist die größte Kunstgalerie der Welt. Im Louvre Museum findet man Ausstellungsstücke, die die französische Geschichte näherbringen, sowie Werke aus aller Welt, wie zum Beispiel die Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Insgesamt beherbergt das Louvre-Museum mehr als 35.000 Exponate in seinem jahrhundertealten Gebäude.

Ein lilafarbenes Blütenmeer bis zum Horizont. Das ist es, was man oftmals mit der Provence verbindet. Die Lavendelfelder sind eines der beliebtesten Fotomotive im Süden Frankreichs und ziehen Jahr für Jahr zahlreiche TouristInnen in die Gegend.

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Ein lilafarbenes Blütenmeer bis zum Horizont. Das ist es, was man oftmals mit der Provence verbindet. Die Lavendelfelder sind eines der beliebtesten Fotomotive im Süden Frankreichs und ziehen Jahr für Jahr zahlreiche TouristInnen in die Gegend.

Die Côte d'Albâtre (Alabasterküste) besitzt zahlreiche Kreidefelsen, deren bekannteste an der Steilküste von Étretat stehen. Die bis zu 100 Meter hohen Kreidefelsen ragen aus dem Meeresspiegel heraus und werden von den nagenden Wellen des Meeres angegriffen.

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Die Côte d'Albâtre (Alabasterküste) besitzt zahlreiche Kreidefelsen, deren bekannteste an der Steilküste von Étretat stehen. Die bis zu 100 Meter hohen Kreidefelsen ragen aus dem Meeresspiegel heraus und werden von den nagenden Wellen des Meeres angegriffen.

Kopfsteingepflasterte Straßen, romantische Bauten, leckere Weine und französischer Charme, wohin man blickt – um Frankreich von seiner schönsten Seite zu erleben, ist ein Besuch in Bordeaux unabdingbar. Mit 60 Herkunftsbezeichnungen und 7000 Winzern ist Bordeaux auch die Hauptstadt des ältesten Weinbaugebiets edler Weine der ganzen Welt.

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Kopfsteingepflasterte Straßen, romantische Bauten, leckere Weine und französischer Charme, wohin man blickt – um Frankreich von seiner schönsten Seite zu erleben, ist ein Besuch in Bordeaux unabdingbar. Mit 60 Herkunftsbezeichnungen und 7000 Winzern ist Bordeaux auch die Hauptstadt des ältesten Weinbaugebiets edler Weine der ganzen Welt.

Provenzalische Tomaten

Provenzalische Tomaten

Knesebeck Verlag/ Anson Smart

Diese einfache Beilage, ein traditionelles Rezept aus der Provence, passt perfekt zu gegrilltem Fleisch oder Fisch – vor allem in den Sommermonaten, wenn Sie eine Menge Tomaten im Garten haben oder, wie wir, den halben Gemüsestand auf dem Wochenmarkt leer kaufen. (Manche Leute haben einen Schuhtick, wir können uns bei guten Lebensmitteln nicht beherrschen.) Falls Sie eine vollständige Mahlzeit daraus machen wollen und Hartkäsereste (zum Beispiel Parmesan) übrig haben, schneiden Sie sie in erbsengroße Stücke und rühren sie unter die Persillade (ein Mix aus Petersilie und Brotstückchen).
Für 4 – 6 Personen
ZUTATEN
  • 6 mittelgroße Heirloom-Tomaten (alte Sorten), Farbe beliebig (insgesamt ca. 1 kg), quer halbiert
  • Fleur de Sel
  • 6 Knoblauchzehen, geschält, aber ganz belassen (siehe „Mit Knoblauch kochen“, Seite 54)
  • Olivenöl extra vergine, nach Bedarf
  • 1 großes Bund (ca. 60 g) frische glatte Petersilienblätter
  • 8–10 Thymianzweige, Blättchen abgezupft
  • 1½ EL Kapern in Salz, abgespült, abgetropft und grob gehackt
  • 125 g kleine Brotstückchen (Seite 61)
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
ZUBEREITUNG
Den Backofen auf 175 °C vorheizen.
Von den Tomaten den Strunk entfernen (bzw. nur einen Teil davon – man will ja beim Füllen kein Loch im Boden der Tomaten haben). Mit den Fingern oder dem Stiel eines Teelöffels vorsichtig einen Großteil der Kerne aus den Tomatenhälften herauslösen, ohne ihre Form zu verändern.
Die Tomaten mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech setzen und großzügig mit Salz bestreuen. Etwa 10 Minuten im Ofen garen, bis die Tomaten Flüssigkeit abgeben und schon etwas
weich sind.
Aus dem Ofen nehmen und die Tomaten umgedreht auf einen Gitterrost setzen (der idealerweise auf einem Blech steht), damit überschüssiger Saft ablaufen kann, während Sie die Persillade zubereiten.
Den Backofen nicht ausschalten.
Eine der Knoblauchzehen zerdrücken und eine große Auflaufform damit einreiben. Die Form mit Olivenöl beträufeln und das Öl mit den Händen auf Boden und Rand verteilen. Mit einem scharfen
Messer oder Wiegemesser die Petersilie und den übrigen Knoblauch fein hacken. Den Petersilien-Knoblauch-Mix in einer mittelgroßen Schüssel mit Thymian, Kapern und Brotstückchen vermischen.
Die Persillade mit Salz und Pfeffer würzen, mit ca. 4 Esslöffeln Olivenöl beträufeln und umrühren, bis die Brotstückchen gleichmäßig damit überzogen sind.
Die abgetropften Tomaten mit der Schnittfläche nach oben in die Auflaufform setzen und leicht mit Olivenöl beträufeln. Die Tomaten mit der Persillade füllen und bedecken (das Innere der Tomaten sollte nicht mehr zu sehen sein).
Die Tomaten wieder in den Ofen schieben und 35–40 Minuten backen, bis sie schön geröstet sind und die Persillade knusprig ist. Heiß oder zimmerwarm servieren.

Boeuf Bourguignon

Boeuf Bourguignon

Knesebeck Verlag/ Anson Smart

Boeuf bourguignon ist ein traditionelles Bauerngericht aus dem Burgund, das mit Rinderschulter oder anderem Schmorfleisch und herzhaftem Wintergemüse zubereitet wird. Wir verwenden für diesen verlässlich zarten, schmackhaften Eintopf, der gar nicht so lange braucht, Rinderfilet. Während das Fleisch gart, haben Sie Zeit, frisch blanchierte Babykarotten, sautierte Pilze, gekochte Kartoffeln und geschmorte Perlzwiebeln (Seite"223) zuzubereiten – die am Ende für eine schöne, raffinierte Optik sorgen werden. Verwenden Sie einen Wein, den Sie auch gern trinken würden – er bildet die Grundlage für eine köstliche Sauce. Wir nehmen meist einen guten burgundischen Pinot noir.
Für 4 – 6 Personen
ZUTATEN
Für das Fleisch:
  • 1 Rinderfilet (1,8 kg), in 5–6 cm große Stücke geschnitten
  • Fleur de Sel
  • 1 EL Olivenöl extra vergine plus mehr nach Bedarf
  • 1 Scheibe Räucherspeck (ca. 5 mm dick), in 5 mm dicke Streifen geschnitten
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 4 Karotten, geschält und grob gehackt
  • 2 mittelgroße gelbe Zwiebeln, grob gehackt
  • 750 ml Rotwein, z. B. Pinot noir aus dem Burgund
  • 1,2–1,5 l Rinderbrühe (am besten hausgemacht)
  • 1 Bouquet garni (siehe „Ein Bouquet garni binden“, Seite 54)
EIN BOUQUET GARNI BINDEN
Bouquets garnis sind Kräutersträußchen, die man zum Würzen in Brühen, Suppen und Eintöpfe gibt und vor dem Servieren wieder entfernt. Für ein traditionelles Bouquet garni binden Sie ein kleines Bund frische glatte Petersilie, ein frisches Lorbeerblatt und drei Thymianzweige mit Küchengarn zusammen. Unsere Bouquets garnis fallen meist üppiger aus, mit der doppelten oder dreifachen Kräutermenge – für einen extra Aromakick.
Für die Gemüse-Garnitur:
  • 20–24 kleine neue Kartoffeln, z. B. Yukon Gold oder eine andere vorwiegend festkochende Sorte, geschält
  • Fleur de Sel
  • geschmorte Perlzwiebeln (Seite 223), mit Rotwein und Rinderbrühe zubereitet (am besten hausgemacht)
  • 12 kleine Karotten, geschält und geputzt
  • 225 g weiße Champignons, gesäubert, geputzt und geschält
  • 2 EL Butter
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 kleine Handvoll frische glatte Petersilienblätter, fein gehackt, zum Garnieren
ZUBEREITUNG
Das Fleisch zubereiten: Die Rindfleischstücke vor dem Anbraten in ca. 1 Stunde Raumtemperatur annehmen lassen. Den Backofen auf 175 °C vorheizen.
Ein Backblech mit Küchenpapier auslegen. Die Rindfleischstücke gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen und auf das Blech legen. Mit Salz würzen und beiseitestellen.
Einen großen Schmortopf oder Bräter mit Deckel (Fassungsvermögen 6–7 l) bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Das Olivenöl zufügen und die Speckstreifen darin 3–5.Minuten knusprig braten.
Mit einem Schaumlöffel in eine kleine Schüssel geben und beiseitestellen. Den Schmortopf nicht abwaschen.
Ein zweites Backblech mit Küchenpapier auslegen. Den Schmortopf bei mittlerer bis starker Hitze heiß werden lassen. Das Rindfleisch portionsweise hineingeben (um den Topf nicht zu überfüllen) und scharf anbraten, dabei das Fleisch wenden und die Hitze bei Bedarf anpassen, bis die Stücke rundherum schön braun sind (dauert 5–7.Minuten). Beim Anbraten muss ggf. noch Öl zugegeben werden. Außerdem darauf achten, dass der Topf nicht überhitzt und am Boden nichts anbrennt. (Sollte dies passieren, müssen Sie aufhören, den Topf abwaschen und von vorn beginnen. Sonst schmeckt die Sauce am Ende angebrannt.) Die gebräunten Fleischstücke auf das Blech mit dem sauberen Küchenpapier legen und mit Pfeffer würzen. Karotten und Zwiebeln in den Topf geben und unter häufigem Rühren ca. 5.Minuten anbraten, bis die Zwiebeln weich und glasig sind. Den Wein zugießen und mit einem Holzlöffel alle Röststoffe vom Topfboden lösen. Unter ständigem Rühren 1–2 Minuten kochen lassen, dann den Topf vom Herd nehmen. Ein großes, doppellagiges Mulltuch so in den Schmortopf legen, dass es das gegarte Gemüse bedeckt und über den Rand des Topfes ragt. Die gebratenen Rindfleischstücke in einer Lage auf das Mulltuch legen, den beiseitegestellten Speck zufügen und die Enden des Tuchs zu einem großen, lockeren Bündel zusammenbinden, das in etwa so breit ist wie der Topf. So viel Brühe zugießen, dass das Fleisch und der größte Teil des Mulltuchs bedeckt sind. Das Bouquet garni in die Brühe geben.
Ein Stück Backpapier zurechtschneiden (in derselben Form wie der Topf, jedoch an allen Seiten 2–3 cm größer). Das Backpapier auf die Brühe drücken, sodass das überstehende Papier an den Topfinnenseiten hochragt. (Dies verhindert, dass das Fleisch austrocknet und beim Kochen zu viel Flüssigkeit verloren geht.) Den Deckel auflegen und die Brühe aufkochen.
Das Fleisch im Ofen 1–10 Stunden schmoren, bis es gar und zart ist. (Zum Testen mit einem Messer oder Spieß durch das Backpapier in ein Stück Fleisch stechen. Das Messer sollte sich mühelos wieder herausziehen lassen.) Den Topf aus dem Ofen nehmen.
Während das Fleisch schmort oder bevor Sie es servieren, die Gemüsegarnitur vorbereiten: Die Kartoffeln mit 1 großen Prise Salz in einen großen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und aufkochen. Die Kartoffeln 15–20.Minuten leicht köcheln lassen, bis sie weich sind.
Wasser abgießen und Kartoffeln beiseitestellen. Die geschmorten Perlzwiebeln wie angegeben zubereiten. In eine kleine Schüssel geben und die Kräuter entfernen. Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und eine Schüssel mit Eiswasser füllen. Die Karotten ins kochende Wasser geben (große Karotten vorher längs halbieren) und 2–3 Minuten blanchieren. Dann sofort ins Eiswasser geben, um den Garprozess zu stoppen und die Farbe zu erhalten. Ca. 1 Minute abkühlen lassen, dann zum Abtropfen auf ein sauberes Küchentuch legen.
Die geschälten Champignons je nach Größe halbieren oder vierteln. In einer großen Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze zerlassen. Sobald sie schäumt, die Champignons in einer Lage hineingeben. Ca. 30 Sekunden scharf anbraten, bis Sie sehen, dass ein Pilz an der Unterseite leicht gebräunt ist, dann mit einem Holzlöffel wenden und 2–3 Minuten weiterbraten, bis die Champignons rundum goldbraun sind, dabei die Pfanne häufig schwenken. Anschließend beiseitestellen.
Das Mulltuchbündel mit dem Rindfleisch vorsichtig aus dem Topf heben und auf eine Platte oder in eine große Schüssel setzen. Mit einem Schaumlöffel das gegarte Gemüse und das Bouquet garni aus der Sauce entfernen und entsorgen. Die Sauce durch ein Spitzsieb in ein ausreichend großes Gefäß abseihen. Den Schmortopf reinigen.
Unter Umständen muss die Sauce weiter reduziert werden (sie sollte die Konsistenz von dickflüssiger Sahne haben). Dazu die Sauce bei mittlerer bis starker Hitze aufkochen. Die Hitze reduzieren und die Sauce leicht köcheln lassen, bis sie etwas eingedickt ist (es sollten noch ca. 1,2 l übrig sein). Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Mullbündel aufschnüren und das Rindfleisch mit den Speckstreifen in die Sauce geben. Perlzwiebeln, Karotten, Kartoffeln und Champignons ebenfalls in den Topf geben, vorsichtig umrühren, den Deckel auflegen und alles bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis sich die Aromen verbunden haben (oder etwas länger, falls das Rindfleisch schon kalt war). Ggf. nachwürzen.
Den Eintopf zum Servieren in vorgewärmten großen Suppentellern anrichten und mit etwas Sauce übergießen. Mit der Petersilie garnieren.
Eventuelle Reste auf Raumtemperatur abkühlen lassen, dann in einen verschließbaren Behälter füllen und bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren wieder aufwärmen.

Schoko-Soufflés

Schoko-Soufflés

Knesebeck Verlag/ Anson Smart

Sowohl in unseren Kochkursen als auch bei uns zu Hause bereiten wir liebend gern Soufflés zu. Sie machen viel her, sind unglaublich wandlungsfähig und sehr französisch – und eigentlich auch gar nicht so kompliziert, denn es handelt es sich im Wesentlichen um einen Mix aus geschlagenem Eiweiß und einer aromatisierten Basis, zum Beispiel einer Schokoladencreme. Wenn unsere Kochkursteilnehmer und -teilnehmerinnen zum ersten Mal Soufflés zubereiten (egal, ob süß oder herzhaft), sind sie immer überrascht, dass sie viel einfacher zu machen sind, als sie aussehen.

Hier kommen ein paar grundlegende Tipps: Wir schlagen unser Eiweiß stets in einer sauberen Kupferschüssel steif, da es so sein Volumen voll entfalten kann. (Beim Aufschlagen in einer Kupferschüssel braucht man auch keinen Weinstein. Dieses weiße Pulver wird von manchen Köchen und Köchinnen dazu benutzt, eine chemische Reaktion auszulösen, die das Eiweiß stabilisiert. Wer keine Kupferschüssel besitzt, sollte ¼ Teelöffel Weinsteinpulver zum Eiweiß geben.) Den Zucker nicht auf einmal, sondern schrittweise zufügen: Wenn Sie mit dem Schlagen beginnen, wird das Eiweiß zunächst schaumig. Beginnen Sie dann mit der Zugabe kleiner Mengen Zucker, und Sie werden sehen, wie die Masse immer fester wird, bis sie die Konsistenz von sehr dicker Schlagsahne erreicht.

Und ganz wichtig: Wir verwenden Bonnat-Schokolade, eine unserer liebsten französischen Schokoladenmarken. Nehmen Sie unbedingt die beste Schokolade, die Sie finden können. Und servieren Sie die Soufflés à la minute – d. h., sobald sie aus dem Ofen kommen.
Für 6 – 8 Personen
ZUTATEN
  • weiche Butter für die Förmchen
  • 70 g Zucker plus Zucker für die Förmchen
  • 225 g dunkle Schokolade (70% Kakaoanteil), in kleine Stücke gehackt
  • 120 g Butter
  • 4 große Eigelb (Raumtemperatur)
  • 1 EL Grand Marnier oder anderer Orangenlikör (optional)
  • 1 Prise Fleur de Sel6 große Eiweiß (Raumtemperatur)
ZUBEREITUNG
Den Backofen auf 190 °C vorheizen. Acht ofenfeste Förmchen (à ca. 240 ml Fassungsvermögen) großzügig mit Butter einfetten (inklusive Rand). An der Innenwand jedes Förmchens mit den Fingern vertikale Streifen in die Butter ziehen (wodurch die Soufflés höher aufgehen).
Jedes Förmchen mit 1–2 Esslöffeln Zucker ausstreuen, überschüssigen Zucker ausschütteln und die Förmchen beiseitestellen. So viel Wasser in einen mittelgroßen Topf gießen, dass es 2–3 cm hoch darin steht, und bei schwacher Hitze zum Köcheln bringen. Eine hitzefeste Schüssel auswählen, die auf den Topf passt, ohne dass sie das Wasser berührt. Schokolade und Butter hineingeben und die Schüssel auf den Topf mit dem siedenden Wasser setzen. Unter ständigem Rühren mit einem Spatel langsam schmelzen lassen, dabei die Hitze so anpassen, dass kein Dampf in die Schokolade gelangt, da sie sonst gerinnen kann. Die Schoko-Butter-Mischung, sobald sie geschmolzen ist, vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen (nur 1–2 Minuten). Eigelbe, Grand Marnier (falls verwendet) und das Salz einrühren, dann die Masse in eine sehr große Schüssel umfüllen.
In einer anderen großen Schüssel (am besten einer sauberen Kupferschüssel – siehe „Glänzendes Kupfer“, Seite 50) damit beginnen, die Eiweiße mit einem Schneebesen aufzuschlagen. Beim Schlagen nach und nach den Zucker einrieseln lassen (immer nur ein bisschen auf einmal), bis der gesamte Zucker eingearbeitet ist. Die Masse ist dann fertig, wenn der Eischnee am Schneebesen beim Herausziehen feste Spitzen bildet (aber nicht zu lange schlagen, sonst fällt das Ganze schneller zusammen). Mit einem großen Teigspatel 2–3 Portionen Eischnee zur Schokomasse geben und vorsichtig unterheben, um sie aufzulockern. Sobald fast alles untergehoben ist, das restliche Eiweiß zugeben und den Vorgang wiederholen, bis alles untergemischt ist, dabei auch die Soufflémasse am Boden der Schüssel nicht vergessen. Trotzdem gilt: Besser, man sieht am Ende noch ein paar weiße Schlieren, als zu lange unterzuheben, da die Soufflés sonst nicht richtig aufgehen.
Die Soufflémasse mit einem großen Löffel in die Förmchen füllen (bis ca. 0,5 cm unter den Rand), dann vorsichtig glattstreichen. (Die Masse reicht für 6–8 Förmchen, je nachdem wie luftig Ihr Eiweiß ist und wie kräftig Sie die Schokolade unterheben.) Die Soufflés auf ein großes Backblech stellen.
Die Soufflés 12–14 Minuten im Ofen backen, bis sie schön aufgegangen sind und oben eine leichte Kruste haben. Sofort servieren, ehe die Luft entweicht und die Souffés in sich zusammenfallen (um dies zu verhindern, geben Restaurants oft Gelatine in ihre süßen Soufflés).
Tipp: Wer die Souffés im Voraus zubereiten möchte, kann die Förmchen wie beschrieben füllen und bis zu 6 Stunden unbedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Direkt aus dem Kühlschrank in den Ofen schieben und 14–16 Minuten backen.
Viele saisonale Rezepte finden Sie auch in den Kochsendungen des ORF.
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