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Holunderblüten rieseln in ein Einmachglas, daneben kleine Holzlöffel, Zucker und aufgeschnittene Zitronen.

Foto: Unsplash

Garten

Die Kräuterecke: Holunder - Blüten & Beeren

Duftende Blüten im Frühling, aromatische Beeren im Herbst – Holunder ist ein Allrounder für Küche und Hausapotheke. Wer keinen Holunderstrauch zu Hause hat, findet ihn meist leicht in der Umgebung. Lesen Sie alles Wissenswerte rund ums Sammeln und Kochen mit Holunder.
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Weiße Holunderblüte in Doldenform am Strauch.

Foto: Unsplash

Das kleine 1x1 des Holunders

Standort: sonnig bis halbschattig, oft an Waldrändern, Hecken und in Gärten
Merkmale:
große, doldenartige Blütenstände; gefiederte Blätter; im Herbst dunkle Beeren (beim Schwarzen Holunder)
Ernte:
Mai bis Juli für Blüten; September bis Oktober für Beeren

„Holunder tut Wunder“

Holunder ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil von Hausapotheke und Küche. Die cremeweißen Blüten enthalten ätherische Öle und Flavonoide, die gegen Erkältungen, Husten und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt werden können. Die Beeren sind reich an Vitamin C und Anthocyanen, wirken antioxidativ und unterstützen das Wohlbefinden besonders in der kalten Jahreszeit.
In der Küche werden die Blüten vor allem zu Sirup, Gelee oder süßen Desserts verarbeitet. Die Beeren eignen sich für Saft, Marmelade oder Mus, müssen jedoch gekocht werden, um die giftigen Inhaltsstoffe unschädlich zu machen. Holunder gilt zudem als wertvolle Bienennahrung und lässt sich auch leicht im eigenen Garten kultivieren.

Sammel-Tipps: Holunderblüte & -beeren

Holunder ist in Mitteleuropa weit verbreitet und wächst oft in der Nähe von Menschen - wenn nicht im eigenen Garten, lässt er sich zum Beispiel an sonnigen bis halbschattigen Waldrändern finden. Einmal etabliert, ist er so schnell nicht mehr wegzubekommen. Wie bei allen Wildpflanzen gilt: Ernte nur fernab von Straßen, Industrieanlagen und gespritzten Feldern, um Schadstoffbelastung zu vermeiden.
Holunderblüten können von Mai bis Juni/Juli gesammelt werden. Am besten werden die Blüten am späten Vormittag, wenn sie bereits trocken vom Tau sind und ihr volles Aroma entfalten, geerntet. Achten Sie darauf, nur vollständig aufgeblühte Dolden zu ernten und belassen Sie noch einige Blüten am Strauch, damit sich später Beeren entwickeln können. Zum Pflücken schneiden Sie die Dolden mit einer Schere oder einem Messer direkt am Stiel ab. Sie sollten anschließend rasch verarbeitet werden, da sie schnell verwelken.
Weiße Holunderblüte auf der eine Biene sitzt.

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Tipp: Falls die Blüten von Läusen oder anderen Schädlingen befallen sind: Nicht waschen - sonst werden die Blütenpollen abgewaschen und sie verlieren Aroma. Stattdessen auf einem Tuch im Freien auslüften lassen und vorsichtig ausschütteln.
Die Holunderbeeren des beliebten „Schwarzen Holunders“ sind an ihrer tiefvioletten bis schwarzen Färbung zu erkennen. Sie sollten nur voll ausgereift geerntet werden, denn unreife Beeren enthalten eine höhere Menge des giftigen Pflanzenstoffs Sambunigrin. Zum Ernten schneiden Sie wie bei den Blüten ganze Beerenstände am Stiel ab und verarbeiten die Beeren zeitnah. Essen Sie die Beeren niemals roh, denn erst durch Erhitzen werden die giftigen Bestandteile unschädlich gemacht.
Dunkle Holunderbeeren von einem Strauch herabhängend.

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Rezepte zum Nachkochen:
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