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Rote Chilis in einer Schale, darum herum verteilt einige grüne Chilis

Foto: Unsplash

Garten

Der Mini-Garten: Chili

Ob mild oder scharf – Chilis sind pflegeleicht und verwandeln selbst kleine Flächen in einen bunten Garten voller Geschmack. Erfahren Sie, warum und wie sich Chilis im Mini Garten lohnen, was Sie über Sorten und Schärfe wissen sollten und welche kreativen Rezeptideen Sie ausprobieren können.
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Chilipflanzen in einem Blumenkasten.

Foto: Unsplash

Chili im Überblick:

  • Standort: sonnig, warm, windgeschützt
  • Erde: lockere, humusreiche Gemüseerde
  • Gefäß: min. 20 cm Durchmesser, Tiefe ab 25 cm (je nach Sorte)
  • Aussaat/ Pflanzzeit: Vorziehen ab Februar drinnen, Auspflanzen ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen)
  • Ernte: ab Juli bis in den Oktober

Warum Chilis im Mini-Garten?

Chilis sind zugleich eine kulinarische Bereicherung und ein optisches Highlight: Ihre Früchte haben je nach Sorte unterschiedliche Farben und wechseln diese auch während des Reifeprozesses - von Grün über Gelb oder Orange bis zu kräftigem Rot. Sie gehören zu den wärmeliebenden Pflanzen und sind somit optimal für sonnige Plätze geeignet.
Neben dem würzigen Aroma punkten Chilis mit einem hohem Vitamin-C-Gehalt und dem sekundären Pflanzenstoff Capsaicin, der für die Schärfe sorgt. Das macht sie zu einer spannenden Zutat, die Kreislauf und Verdauung anregt.
Selbst wer keinen großen Garten und nur wenig Platz auf Balkon oder Terrasse hat, kann sich den Chili-Anbau überlegen. Denn die große Sortenauswahl an Chilis ermöglicht es, gezielt kompakte Sorten für den Topf auszuwählen. Noch dazu lassen auch die Vielfalt an unterschiedlichen Schärfegraden und Farben keinen Wunsch offen.

Schritt für Schritt zum Chili-Glück

Chilipflanze noch ohne Früchte

Foto: Unsplash

1. Anbau
Chilis können ab Februar drinnen vorgezogen oder einfach als Jungpflanzen gekauft werden. Sobald es durchgehend warm ist, also ab etwa Mitte Mai, werden sie dann ins Freie gepflanzt. Setzen Sie hierzu die Pflanzen in Töpfe mit einer Mindesttiefe von etwa 25cm inklusive einer Drainageschicht. Verwenden Sie am besten lockere, nährstoffreiche Gemüseerde und platzieren Sie die Chilis nach dem Einpflanzen an einem vollsonnigen, windgeschützten Ort - ideal ist eine warme Hauswand oder ein Südbalkon.
Eine grüne Gießkanne vor bepflanzten Blumenkästen

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2. Pflege
Gießen Sie regelmäßig, sobald die obere Erdschicht trocken ist, aber vermeiden Sie unbedingt Staunässe. An heißen Tagen müssen Sie die Chilis ggf. täglich gießen. Ab Beginn der Blüte hilft ein Dünger alle zwei Wochen, um die Fruchtbildung der starkzehrenden Pflanze zu fördern. Entfernen Sie gelbe Blätter und achten Sie darauf, dass die Pflanze nicht umknickt. Bei hohen Sorten gibt ein Stab zusätzlichen Halt.
Mehrere längliche, rote Chilis in einer Hand gehalten über anderen Pflanzen.

Foto: Unsplash

3. Ernte
Je nach Sorte können Sie bereits ab Juli die ersten Früchte pflücken. Für mildere Schärfe ernten Sie, wenn die Schoten noch jünger sind. Für eine intensivere Schärfe lassen Sie die Schoten vollständig ausreifen. Schneiden Sie die Chilis mit einer scharfen Schere oder Messer ab.

Die „Qual“ der Sortenwahl & Schärfe

Bei der Sortenauswahl von Chilis herrscht die Qual der Wahl. Es gibt tausende Chili-Sorten mit unterschiedlichen Schärfegraden, Größen und Farben.
Um später beim Verzehr keine böse Überraschung zu erleben, sollten Sie von vornherein auf die Schärfeausprägung achten, wenn Sie sich für eine Chilisorte entscheiden. Generell wird Schärfe in Scoville-Einheiten gemessen, je höher der Wert, desto intensiver brennt die Chili. Dazu gibt es oftmals auch eine vereinfachte Skala von 0 - 10+:
BewertungScoville-EinheitenSchärfgrad
Nicht scharf00
Mild bis mittel scharf< 1.5001 - 3
Scharf< 5.0003 - 5
Sehr scharf< 50.0005 - 8
Extrem scharf> 50.0008 - 10+
Für den Balkon eignen sich besonders kompakte Pflanzen, die nicht zu hoch wachsen, aber dennoch reichlich Früchte tragen. Beispiele sind Apache, Prairie Fire, Sweet Banana oder auch Jalapeño.
Viele Sorten wechseln während des Reifeprozesses ihre Farbe, manche Chilipflanzen tragen sogar gleichzeitig Schoten in verschiedenen Farbstadien. Besonders bunte Sorten sind beispielsweise Numex Twilight oder Bolivian Rainbow.
Gelbe, rote und violette Chilis an einem Strauch

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Rezepte zum Nachkochen:
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